Welche Lebensmittel fördern die Potenz?

Infolge von körperlichen oder seelischen Erkrankungen leiden viele Männer an Potenzstörungen. Eine Impotenz wirkt sich negativ auf die Partnerschaft und das eigene Wohlbefinden aus. Oft lässt sich den Beschwerden mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung entgegenwirken. Einige Lebensmittel sind besonders potenzfördernd.

Die Potenz beim Mann

Die Potenz oder Erektionsfähigkeit bezeichnet den körperlichen Vorgang beim Mann, durch sexuelle Erregung eine Versteifung des Gliedes zu erreichen. Die Erektion wird durch eine Steigerung des Blutflusses in den Schwellkörpern erzielt.

Impotenz tritt in zwei Formen auf:

  • Impotentia coeundi und
  • Impotentia generandi.

Die Impotentia coeundi beschreibt die Unfähigkeit, den Geschlechtsakt durchführen. Spricht man von Impotenz, ist im Allgemeinen diese Form gemeint. Die Impotentia generandi besteht, wenn die Spermienqualität besonders gering ausfällt.

Was sind Potenzstörungen?

Potenzstörungen können viele Ursachen haben. Eine vorübergehende Impotenz kann bereits infolge eines grippalen Infekts auftreten. Sobald die Grippe überwunden ist, kehrt auch die sexuelle Energie zurück. Allerdings können auch chronische Erkrankungen wie Arteriosklerose oder Diabetes ursächlich sein.

Dann hilft eine Umstellung der Diät nur in begrenztem Umfang. Ein Arzt muss geeignete Maßnahmen einleiten und gegebenenfalls auch ein Medikament gegen die Potenzstörungen verordnen. Im Vordergrund steht immer die Behebung der Ursachen.

Auch durch Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum kann es zu Erektionsstörungen kommen. Bekannt ist vor allem die erektile Dysfunktion, welche auch bei Drogenmissbrauch oder nach der Einnahme von medizinischen Präparaten auftreten kann.

Ältere Menschen leiden besonders häufig an Potenzstörungen. Ursächlich ist in diesem Fall das hohe Alter, welches verschiedenste Auswirkungen auf den Körper hat. Gegenmaßnahmen gibt es nur in einem begrenzten Umfang. Geeignete Gegenmittel sind Sport und ein gesunder Lebensstil. Die genannte Lebensmittel runden die Ernährung ab und helfen dabei, auch im Alter noch eine Erektion bekommen zu können.

Typische Ursache ist auch ein Mangel an Testosteron. Ebenso kann eine Fehlfunktion der Schilddrüse für die Potenzstörung verantwortlich sein.

Die sogenannte Diabetiker-Impotenz betrifft jeden zweiten Mann, der an Diabetes leidet. Betroffene Personen sind nicht mehr in der Lage, eine Erektion zu bekommen. Ursächlich sind Störungen im Blutzuckerspiegel und oftmals weitere Begleitursachen wie eine ungesunde Ernährung oder Übergewicht. Diabetiker, die an Potenzstörungen leiden, sollten sich an ihren Hausarzt wenden. Verschiedene Maßnahmen wirken den Beschwerden entgegen.

Wie funktionieren potenzsteigernde Lebensmittel?

Lebensmittel wie Austern oder Ingwer fördern die Potenz. Die Wirkung dieser Lebensmittel ist im Wesentlichen auf zwei Effekte zurückzuführen.

1. Eine bessere Durchblutung

Eine bessere Durchblutung fördert die Potenz. Sie ist Voraussetzung für eine Erektion und körperliches Wohlbefinden. Lebensmittel wie Ingwer, Bananen oder Eier tragen zu verschiedenen körpereigenen Prozessen bei, welche die Durchblutung fördern.

2. Ein ausgeglichener Hormonhaushalt

Die Potenz des Mannes ist an den Testosteronspiegel gebunden. Andere hormonelle Prozesse spielen ebenfalls eine Rolle, wenn eine Erektion erzielt werden soll. Lebensmittel wie Zink oder Kalium tragen dazu bei, dass der Hormonhaushalt ausgeglichen bleibt. Menschen, die an Potenzstörungen leiden, können neben den natürlichen Quellen auch auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen.

Eine ausgewogene Ernährung ist die Grundlage für eine hohe Potenz. Frische und natürliche Lebensmittel auf dem Speiseplan beugen Impotenz vor. Vollwertig sind beispielsweise Tomaten, Birnen, Äpfel, Zitrusfrüchte, Nüsse und Kartoffeln. Gleichzeitig muss ausreichend Flüssigkeit aufgenommen werden, um die Verdauung und die Durchblutung zu unterstützen. Einige Lebensmittel gelten als besonders potenzsteigernd.

Es gibt allerdings auch Lebensmittel, welche die Potenz hemmen. Zu letzteren zählen Fett und Zucker, aber auch Koffein und Alkohol. Sie wirken sich zumindest in größeren Mengen negativ auf körpereigene Prozesse aus. Fett und Zucker verengen die Arterien, während Koffein und Alkohol zu Bluthochdruck und Durchblutungsstörungen führen können. Um Nebenwirkungen dieser Art zu vermeiden, sollte der Speiseplan ordentlich geplant und umgesetzt werden. Bei einer ungesunden Ernährung, die nicht reich an frischem Obst und Gemüse und ausreichend Kohlehydraten ist, drohen neben Impotenz weitere Erkrankungen und Beschwerden.

Besonders potenzfördernde Lebensmittel sind dagegen:

– Austern
Bananen
Spargel
Ingwer
– Ginseng
Eier

Austern und andere Meeresfrüchte

Meeresfrüchte enthalten Zink, Eiweiß und andere Stoffe, die sich positiv auf die Potenz auswirken. Vor allem in Austern ist der Anteil an gesunden Stoffen hoch. Zink ist zudem für die Bildung von Schilddrüsen– und Sexualhormonen zuständig. Sie fördern damit die Produktion von Testosteron und damit das wichtigste Sexualhormon des Mannes. Geeignete Meeresfrüchte sind Austern, Krabbe, Hummer, Miesmuscheln und Lachs. Eine mediterrane Ernährung wird auch von einer im Central European Journal of Urology veröffentlichten Studie empfohlen.

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Obst, Gemüse und Beeren

Auch Obst fördert die Potenz. Äpfel, Birnen oder Mandarinen sind reich an Vitamin C, welches die Müdigkeit bekämpft und die Produktion von Spermien fördert. Noch wirksamer sind Bananen, die in größeren Mengen das blutdrucksenkende Kalium enthalten. Erdbeeren enthalten viel Zink, Kirschen stecken voller Flavonoide, welche die Durchblutung unterstützen. Avocados sind dank der großen Mengen Vitamin B6 besonders wertvoll – das Vitamin reguliert die Hormontätigkeit. Kirschen wiederum, sind reich an Flavonoiden, welche freie Radikale bekämpfen und die Durchblutung im Körper fördern. Gemeinsam mit ihren Vitaminen ist die Kirsche ein wirksames Potenzmittel.

Die Wassermelone enthält ebenfalls L-Citrullin, welches die Blutgefäße stärkt und im Körper noch einige weitere nützliche Zwecke erfüllt. Auch dunkles Obst wie zum Beispiel Brombeeren oder Heidelbeeren enthält die wichtigen Stoffe und können dadurch die Potenz steigern. Um einen starken Effekt zu spüren, muss die Menge der eingenommenen Beeren jedoch vergleichsweise hoch sein.

Wilder Hafer ist ebenfalls ein Potenzmittel. Die Inhaltsstoffe fördern die Durchblutung und führen zu einem Anstieg im Testosteronspiegel. Im klassischen Frühstückshafer fehlen die förderlichen Inhaltsstoffe zum größten Teil.

Spargel, Ingwer und Co.

Spargel ist ein altbekanntes Aphrodisiakum. Sein hoher Zinkgehalt fördert die Bildung von Testosteron. In Sellerie ist wiederum eine Menge Androstenon enthalten – ein Sexuallockstoff, der sich auch positiv auf das allgemeine Wohlbefinden auswirkt. Am wirksamsten sind allerdings Brokkoli und Blumenkohl. Die grünen Gemüsesorten erhöhen den Anteil an biologisch aktivem Testosteron im Körper. Alternativ bietet sich grünes Blattgemüse wie Kohl oder frischer Spinat an. Diese enthalten auch das Senföl Indol-3-Carbinol, welches die Umwandlung von Testosteron in das weibliche Hormon Östradiol hemmt.
Kürbis hat einen ähnlichen Effekt und erhöht den Blutfluss im Penis. Wie eine US-Studie herausgefunden hat, steigert bereits eine Portion Kürbis den Blutfluss im Penis um bis zu 40 Prozent. Wirksam soll Kürbis vor allem in Kombination mit Lavendel sein, welches aufgrund seiner anregenden Duftstoffe als natürliches Aphrodisiakum gilt.

Das Wurzelgemüse Ingwer gilt im asiatischen Raum als hochwertiges Aphrodisiakum. Die Knolle fördert die Durchblutung und damit die Fähigkeit zur Erektion. Einen ähnlichen Effekt haben Knoblauch, die Ginseng-Wurzel und Basilikum, welches außerdem stimulierende ätherische Öle enthält. Nüsse wie Pistazien und Muskatnuss wirken Lust-steigernd, indem sie die Durchblutung unterstützen. Möglich macht es Arginin, ein Eiweiß, welches die Gefäße, die zu den männlichen Sexualorganen führen, gesund hält. Nüssen werden am besten über den Tag verteilt aufgenommen, damit der Arginin-Gehalt im Blut konstant hoch bleibt.

Fleisch und tierische Produkte

Fleisch zählt zu den essenziellen Lebensmitteln. Sorten wie Lammfleisch sind reich an Mangan, welche sich positiv auf den Testosteronspiegel auswirken. Auch andere Fleischsorten sind aufgrund ihres hohen Sättigungsgrades ein wichtiger Bestandteil der Ernährung. Bestimmte Inhaltsstoffe fördern die Potenz und die Spermienqualität.

Vor allem Kalbsleber gilt als wirksam. Ursächlich ist der hohe Zinkgehalt, welcher den Testosteronspiegel erhöht und dadurch wiederum die Potenz fördern. Auch die Kombination aus B6 und Magnesium trägt positiv zum Hormonhaushalt bei und kann in den entsprechenden Mengen sogar ein Aphrodisiakum sein.

Tierische Produkte sind eine wichtige Proteinquelle. Eier oder Milch enthalten aber auch wichtige Spurenelemente und Mineralien, welche die Spermienqualität fördern – darunter Zink, Kalium, Selen und verschiedenste Vitamine.

Honig ist nicht nur Vitamin-C– und B6-haltig, er ist auch reich an Calcium, welches die hormonellen Vorgänge unterstützt wird. Manche sagen den Bienenpollen eine potenzsteigernde Wirkung nach. Besonders wirksam ist frischer Honig, der vom lokalen Imker stammt und frei von künstlichen Zusätzen ist.

Fisch hat ähnliche Effekte. Gleichzeitig enthalten Lachs, Thunfisch, Hering und Co. eine Menge Omega-3-Fettsäuren, welche die Durchblutung fördern und dem Körper wichtige Fette zuführen.

Schokolade

Amerikanische Studien belegen, dass Schokolade die Potenz fördert. Eine Studie der Universität Kalifornien verdeutlicht, dass Schokolade bestimmte Stoffe enthält, die zu einer besseren Durchblutung beitragen. Ähnliche Stoffe sind auch in dunklen Beeren wie Holunder oder Brombeere zu finden.
Schokolade wirkt außerdem generell dem Stress entgegen, der für eine zeitweilige Impotenz verantwortlich sein kann. Schon ein Stück Schokolade fördert die Produktion von Glückshormonen und trägt dadurch zu einer Verbesserung der Potenz bei. Es sollte sich allerdings um Vollmilch– oder Zartbitterschokolade handeln. Schokolade, die größtenteils aus Zucker besteht, hat den gegenteiligen Effekt. Der Zucker kann zu Übergewicht, Diabetes und Herz-Kreislauf-Beschwerden führen, die zu einer Impotenz beitragen können. Wie auch eine Studie aus den USA zeigt, trägt Zucker zur Hautalterung bei und ist verantwortlich für diverse körperliche und seelische Beschwerden, darunter auch Potenzstörungen beim Mann.

Lebensmittel für die Potenz: Stimmt es?

Ob Spargel, Basilikum oder Pilzen: die Liste der potenziell Potenz-steigernden Lebensmitteln ist lang. Die Wirkung der einzelnen Lebensmittel ist allerdings oft nur minimal. Eine ausgewogene und reichhaltige Ernährung ist die wichtigste Maßnahme, um die Potenz zu steigern. Sollte eine Diät gemäß der Ernährungspyramide nicht genügen, wird am besten ein Arzt konsultiert. Der Mediziner kann die Ursachen für die Potenzstörungen ermitteln und geeignete Gegenmaßnahmen vorschlagen. Die gesunde Ernährung gilt es natürlich beizubehalten.


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