UV-Strahlung - Fluch oder Segen?

Als UV-Strahlung bezeichnen wir den ultravioletten Teil des Sonnenlichts. UV-Licht ist für das menschliche Auge unsichtbar, hat aber Auswirkungen auf unseren Körper. Wir erklären, wie Sie die positive Wirkung der UV-Strahlung nutzen und die negative vermeiden können.

UV-Strahlung - Fluch oder Segen?
UV-Strahlung - Fluch oder Segen? © Foto von Angela Roma von Pexels

Wirkung der UV-Strahlung auf Ihre Haut

UV-Strahlung wird nach ihrer Wellenlänge unterschieden in UVA-, UVB- und UVC-Strahlung. Die UVC-Strahlung wird von der Haut reflektiert und bleibt wirkungslos. UVA- und UVB-Strahlen dringen unterschiedlich tief in die Haut ein und erzeugen sowohl positive als auch negative Reaktionen.

Positive Reaktionen auf UV-Licht

Die Vitamin-D-Produktion wird aktiviert. Unser Wohlbefinden steigt. Unser Immunsystem wird gestärkt. Durch die Anregung der Pigmentierung (Melaninbildung) werden wir schön braun.

Die ersten drei Aussagen hängen direkt zusammen. Mithilfe von Vitamin D bildet unser Körper das Glückshormon Serotonin. Das erklärt, warum wir uns im lichtdurchfluteten Sommer oft besser fühlen und manche Menschen gar zur Winterdepression neigen. Doch Vitamin D kann noch mehr. Es fördert beispielsweise die Bildung von Abwehrzellen und hemmt entzündliche Immunzellen, zu denen auch Krebszellen gehören. Die Anregung der Pigmentierung ist eine natürliche Schutzfunktion der Haut. Es wird Melanin gebildet, das die schädlichen Bestandteile der UV-Strahlung "schluckt", also absorbiert. Trotzdem sollten Sie ein Sonnenbad nur in Maßen genießen, denn es gibt auch:

Negative Reaktionen auf UV-Licht

Dazu zählen Sonnenbrand, Sonnenallergie, Mallorca-Akne, vorzeitige Hautalterung und erhöhtes Hautkrebsrisiko. Ihre Augen können ebenfalls Schaden nehmen. Bindehaut- und Hornhautentzündung können die Folge von zu viel UV-Strahlung sein. Während maßvolles UV-Licht unser Immunsystem stärkt, kann ein Zuviel schwächend wirken und z.B. den Ausbruch von Lippenherpes und dessen Ausbreitung über das ganze Gesicht begünstigen.

Übermäßige UV-Strahlung schädigt Zellen, Blutgefäße und Bindegewebe der Haut. Aus schön braun wird im Laufe der Jahre pergamentartig faltig. Hautverfärbungen, Flecken und sogar Hautkrebs sind weitere mögliche unangenehme Folgen. Wie gut, dass Sie sich davor schützen können.

Strand, Sommer, Sonnenschirme

Schutz vor UV-Strahlung zu jeder Jahreszeit

Die Intensität der UV-Strahlung ist unter anderem abhängig vom Sonnenstand. Im Winter treffen in Deutschland die Sonnenstrahlen in einem viel flacheren Winkel auf die Erde als im Sommer. In den Bergen steigt die Intensität der UV-Strahlung mit der Höhe. Wolken halten einen Teil der UV-Strahlung zurück, und Wasser, Schnee und heller Sand reflektieren die Strahlung. Während im Sommer schon zehn Minuten Mittagssonne genügen, um die benötigte Menge Vitamin D zu produzieren, reicht die Wintersonne dafür gar nicht aus. Das heißt aber nicht, dass UV-Strahlung unserer Haut im Winter keinen Schaden zufügen kann. Skifahrer kennen den Wintersonnenbrand. Auch beim langen Spaziergang im Schnee unter der leicht wärmenden Februarsonne kann die ungeschützte Haut leiden. Waren wir vorher wochenlang nicht oder kaum in der Sonne, muss die Pigmentierung erst wieder angeregt werden. Oder salopp gesagt - bei käseweißer Haut ist der natürliche Sonnenschutz gleich null.

Sonnenschutzprodukte sind Gesundheitsvorsorge, weil sie vor den negativen Folgen der UV-Strahlung schützen. Kinderhaut ist besonders empfindlich. Deshalb haben Sonnenschutzprodukte für Kinder einen höheren Sonnenschutzfaktor.

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