Die einen mögen keine Zucchini, die anderen würden am liebsten jeden Tag Spaghetti essen. Doch gerade für die Kinder möchte man nur das Beste – auch beim Essen. In diesem Artikel finden Sie Tipps und Inspirationen, wie Sie den kulinarischen Alltag Ihrer Kinder gesünder gestalten können.

Tipp 1 – Salat zuerst

Ein absoluter Geheimtipp in Sachen Gemüse folgt dem Motto „Der Hunger ist der beste Koch“. Serviert man beispielsweise vor dem Hauptgang einen Salat, so stehen die Chancen besser, dass dieser von den Kleinsten nicht verschmäht wird. Probieren Sie verschiedene Salatvariationen, um herauszufinden, was Ihren Kindern am besten schmeckt. Auch das Salat-Dressing kann variiert werden, um mehr Abwechslung auf den Tisch zu bringen.

Tipp 2 – Gemüse verstecken

Wenn Kinder absolut kein Gemüse mögen, kann es hilfreich sein, Obst oder Gemüse in allen möglichen Gerichten zu verstecken. So gewöhnen sich die Kinder indirekt an den Geschmack verschiedener Obst- und Gemüsesorten.
Sie könnten beispielsweise sehr fein geriebene Karotten und Sellerie in Faschiertes, Aufläufe und Gratins mischen.  Pürieren Sie Saucen von Ragouts, Geschnetzeltem oder Gulasch, um große Gemüsestücke zu vermeiden, denn diese können am Teller leichter herausgepickt werden.
Auch Kuchen können mit fein geraspelten Äpfeln, Kürbis oder Zucchini verfeinert werden, um mehr Gemüse in den Speiseplan der Kinder zu integrieren.

Tipp 3 – Zum Kosten ermutigen

Wer eine Vielzahl von Nahrungsmitteln konsumiert, viele Gemüsesorten mag und gerne neue Gerichte ausprobiert, ist weniger gefährdet, einen Nährstoffmangel zu erleiden. Jedes Lebensmittel enthält andere Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe. Wer also viele verschiedene Lebensmittel konsumiert, der wird mit allen Stoffen versorgt, die der Körper braucht. Dabei spielt die Kindheit eine sehr tragende Rolle: Wer als Kind viele Lebensmittel ausprobiert, erhöht die Chance, später auch verschiedene Lebensmittel in seinen Speiseplan zu integrieren. Ermutigen Sie also Ihre Kinder, neue Gerichte sowie Gemüse- oder Obstsorten zu probieren. Ein kleiner Tipp: Rohes weckt meist mehr Interesse als Gegartes, also probieren Sie es doch einmal mit Gemüse-Sticks oder Obstsalat. Lassen Sie den Kindern aber nach dem Kosten die Wahl, ob sie das neue Lebensmittel erneut essen möchten oder nicht.

Gemüsevielfalt

Gemüsevielfalt © issgesund

Tipp 4 – Vorbildwirkung der Eltern

Die Eltern sind die größten Vorbilder der Kinder– zumindestens im jungen Alter. Wenn also die Eltern Spaß an einer gesunden Ernährung haben, Gerichte gerne frisch zubereiten und verantwortungsbewusst mit weniger gesunden Snacks umgehen, werden sie die Kinder auch davon begeistern können. Ein ständiges Ermahnen der Kinder, dass diese mehr Gesundes essen sollen, wirkt weniger gut als ein Vorbild, das gerne gesunde Lebensmittel konsumiert.

Tipp 5 – Jeden Tag Obst & Gemüse

Räumen Sie Gemüse und Obst einen fixen Platz in Ihrem täglichen Speiseplan ein. Damit werden Gemüse und Obst zu einer Selbstverständlichkeit und die Geschmacksrezeptoren gewöhnen sich daran. Das bedeutet nicht, dass es nicht das ein oder andere Lebensmittel geben darf, das ihrem Kind nicht schmeckt. Uns Erwachsenen schmeckt ja auch nicht immer alles. Geben Sie den Kindern zum Beispiel jeden Tag eine Portion Obst und Gemüse mit in den Kindergarten oder die Schule. Auch beim Abendessen sollte auf eine große Portion Gemüse geachtet werden. Ein Obst-Snack zwischendurch kann auch zu einem Fixpunkt des Tages werden – variieren Sie dabei zwischen diversen, saisonalen Früchten.

Tipp 6 – Lieblingsgerichte neu erfinden

Ihr Kind liebt Spaghetti Bolognese? Wie wäre es damit, wenn Sie gemeinsam als Abwechslung eine vegetarische Variante mit Linsen zubereiten? Versuchen Sie doch einmal, die Lieblingsgerichte Ihrer Kinder abzuwandeln und eine gesündere Variante zu probieren. So gibt es das Leibgericht zum Abendessen und die Gesundheit kommt trotzdem nicht zu kurz – eine Win-Win-Situation.

Spaghetti mit Linsen

Spaghetti mit Linsen © issgesund

Tipp 7 – mit dem Kind Einkaufen

Das Prinzip „learning by doing“ trifft auch beim Essen zu: Zu sehen, welche Lebensmittel es im Supermarkt gibt und sich selbst welche auszusuchen, erhöht das Interesse der Kinder an Nahrungsmitteln. Man könnte eventuell seinen Kindern erlauben, jedes Mal beim Einkaufen eine neue Gemüse- oder Obstsorte auszusuchen. Lassen Sie ihr Kind den Einkaufszettel abhaken oder helfen Sie den Kleinen beim Schreiben der Einkaufsliste. Eine bunt markierte Einkaufsliste kann auch dabei helfen, beim Einkaufen auf eine große Obst- und Gemüsevariation zu achten. Auch beim Kochen sollten die Kinder dabei sein und helfen können – so lernen sie die Zubereitung und den Umgang mit Lebensmitteln.

Tipp 8 – die Jause frisch zubereiten

Alle Eltern kennen das: Man hat vielleicht zu lange geschlafen, die Kinder müssen in die Schule oder den Kindergarten und selbst sollte man auch pünktlich in der Arbeit erscheinen. Kein Wunder, dass viele keine Zeit dafür haben, die Schuljause selber zuzubereiten. Allerdings greifen Kinder, die sich bei einem Buffet oder Imbissstand selbstversorgen müssen, gerne zu ungesunden Snacks. Mit einer selbstgemachten Jause und einer Portion Obst- oder Gemüse gehen sie sicher, dass Ihr Kind ein gesundes Mittagessen bekommt. Am einfachsten ist es, wenn man am Abend des Vortages eine Jause zubereitet, die man am nächsten Tag nur noch aus dem Kühlschrank nehmen und in den Rucksack packen muss.

Tipp 9 – keine Aromastoffe und Geschmacksverstärker

Verabschieden Sie sich von künstlichen Aromastoffen und Geschmacksverstärkern. Gerade in der Entwicklung ist es wichtig, die Aromen aus Obst und Gemüse kennenzulernen und so ein natürliches Geschmacksempfinden zu entwickeln. Verwenden Sie natürliche Lebensmittel: Vanilleschotenmark statt Vanillezucker, Zitronenschale statt Zitronenaroma, natürliche Gewürze und Kräuter statt Suppenwürzen mit Geschmacksverstärkern. Besonders Getränke sind oft reich an Aromen und Farbstoffen – das gilt auch für die meisten „Kinder-Getränke“. Selbstgemachte Limonaden oder Eistees sind nicht nur viel gesünder, sondern schmecken auch natürlicher. Außerdem können die Kinder bei der sehr einfachen Zubereitung den Umgang mit den Lebensmitteln erlernen.

Tipp 10 – gemeinsam eine Balance finden

Es gibt nahezu keine Kinder, die nicht gerne Süßes essen. Die Eltern wollen weder, dass sich die Kinder ungesund ernähren, noch den Kindern jeden Spaß verbieten. Ein gesunder Mittelweg sollte gefunden werden, wo die Kinder ab und zu ihre Lieblingssüßigkeit essen können, aber die restliche Zeit selbstgemachtes, gesundes Essen bekommen. Vereinbaren Sie am besten mit den Kindern eine Menge an Süßigkeiten, die von beiden Seiten eingehalten werden kann. Erklären Sie dem Kind auch, warum es wichtig ist, nicht zu viel Zucker zu konsumieren.

Issgesund Ernährungsplan

Issgesund Ernährungsplan © issgesund

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10 Tipps – So essen Ihre Kinder gesund!
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