Berauschend gute Rezepte mit Hanfsamen

Hanfsamen
Hanfsamen © Bild von Luisella Planeta Leoni auf Pixabay

Hanfsamen erweisen sich als schmackhafte Nährstoff-Bomben und lassen sich flexibel in der Küche einsetzen. Wir stellen Ihnen in unserem heutigen Artikel ein paar raffinierte Hanfsamen-Rezepte vor und verraten Ihnen, warum die kleinen Samen Ihrer Gesundheit zugutekommen.

Hanfsamen haben zahlreiche positive Effekte auf den Körper

Hanfsamen sind klein, aber oho: Die Samen und besitzen einen Durchmesser von rund drei bis vier Millimetern. Da Nutzhanf nur einen sehr geringen THC-Anteil aufweist, wirken die kleinen Kerne nicht berauschend und zeigen keine bewusstseinsverändernde Wirkung. Sie sind reich an wertvollen Nährstoffen, zu denen beispielsweise die Vitamine B1 und B2 sowie Vitamin E gehören. Während B-Vitamine in erster Linie an wichtigen Stoffwechselprozessen des Körpers beteiligt sind, zeichnet sich Vitamin E durch antioxidative Eigenschaften aus. So werden freie Radikale durch die Aufnahme von Vitamin E gezielt unschädlich gemacht und die Folgen von oxidativem Stress vermindert. Der Verzehr von Hanfsamen kommt dem Zellschutz zugute, sodass die kleinen Kerne sich als natürliche Anti-Aging-Mittel erweisen.

Weiterhin weisen die Samen einen hohen Gehalt an wichtigen Mineralstoffen und Spurenelementen wie Eisen, Kalzium, Kalium sowie Magnesium auf. Diese Vitalstoffe fördern die Zahn- und Knochengesundheit, die Bildung neuer Zellen sowie den Nährstofftransport des Blutes. Außerdem versorgen sie den Körper mit essenziellen Aminosäuren, die nicht vom menschlichen Organismus selbst synthetisiert werden können.

Da essenzielle Aminosäuren die Energiegewinnung unterstützen, kommt die Wirkung von Hanfsamen insbesondere auch Sportlern zugute. Die in den Samen vorkommenden Omega-3-Fettsäuren wirken derweil entzündungshemmend und beugen der Entstehung verschiedener Krankheiten wie Multiple Sklerose, Arthrose, Arthritis sowie Krebs vor.

Gut zu wissen: Hanfsamen sind ideale Eiweiß-Quellen und regen die Reparatur der Muskelzellen nach einem ausgedehnten Training an. Auch Veganer sowie Vegetarier können ihren Protein-Bedarf mit Hanfsamen problemlos decken.

Wie viel Hanfsamen darf man am Tag essen?

Hanfsamen können auch in größeren Mengen verzehrt werden. Zudem sind die kleinen Kerne frei von Laktose und Gluten. Auch Personen mit Unverträglichkeiten müssen sich an dieser Stelle nicht zurückhalten. Allerdings sind die Samen sehr fettreich. Bereits hundert Gramm der kleinen Kerne schlagen mit ganzen vierhundert Kalorien zu Buche. Wer sein Gewicht reduzieren möchte, der sollte nicht zu viele Hanfsamen essen!

Veganes Hanf-Müsli

Hanfsamen zeichnen sich durch ein nussiges Aroma aus, sodass sich zahlreiche Rezepte mit ihnen umsetzen lassen. Sie sind eine leckere Zutat für das morgendliche Müsli. Dank dem hohen Ballaststoff- und Protein-Gehalt können Sie mit einem Hanf-Müsli gestärkt und leistungsfähig in den Tag starten. Für die Zubereitung werden folgende Zutaten und Hilfsmittel benötigt:

  • Aufbewahrungsdose
  • Rührschüssel
  • 200 Gramm Haferflocken
  • 100 Gramm Hanfsamen (geschält)
  • Je 25 Gramm getrocknete Früchte (Rosinen, Feigen, Datteln, Pfirsiche)
  • 50 Gramm Sonnenblumen- oder Kürbiskerne
  • Zwei bis drei Esslöffel Mandelsplitter oder Kokosflocken

Sämtliche Zutaten werden in einer großen Rührschüssel vermengt und anschließend in eine luftdichte Aufbewahrungsdose gefüllt. Die Menge der einzelnen Zutaten kann je nach Geschmack angepasst werden. Das fertige Müsli lässt sich ideal mit Milch, Joghurt sowie anderen Desserts kombinieren. Wenn Sie es noch ein wenig fruchtiger bevorzugen, können Sie Ihrem Müsli vor dem Verzehr ein paar frische Beeren oder Bananenstücke hinzufügen.

Hanfsamen-Pesto

Möchten Sie Nudelgerichten noch mehr Geschmack verleihen? Dann sollten Sie selbst gemachtes Hanfsamen-Pesto einmal ausprobieren. Folgende Zutaten und Küchengeräte sollten Sie für dieses Rezept griffbereit haben:

  • Mixer
  • 100 Gramm Hanfsamen
  • 100 Milliliter kaltgepresstes Olivenöl
  • 80 Gramm frischen Basilikum
  • 70 Gramm Pinienkerne
  • 70 Gramm geriebenen Parmesankäse
  • Vier Knoblauchzehen
  • Bei Bedarf zwei bis vier Walnüsse
  • Eine Messerspitze Salz und Pfeffer

Zunächst füllen Sie alle Zutaten in den Mixer und zerkleinern diese. Sobald eine dickflüssige Creme entsteht, können Sie das fertige Pesto in ein luftdichtes Glas mit Verschluss geben. Bei Bedarf lässt sich das Hanf-Pesto noch mit Gewürzen sowie einem Spritzer Öl verfeinern.

Unser Tipp: Hanfsamen-Pesto lässt sich nicht nur für Pasta, sondern auch als Aufstrich ideal nutzen.

Hanfsamen-Aufstrich

Wenn Sie sich einen neuen, schmackhaften Brotbelag wünschen, können Sie sich mit einfachen Zutaten Ihren ganz persönlichen Hanfsamen-Aufstrich kreieren. Folgende Zutaten und Hilfsmittel sind für die Zubereitung notwendig:

  • 200 Gramm geschälte oder ungeschälte Hanfsamen
  • Eine Tomate
  • Eine Karotte
  • Saft einer frischen Zitrone
  • 150 Milliliter Raps-, Walnuss- oder Sonnenblumenöl
  • Kräuter nach Bedarf (Basilikum, Oregano, Minze, Petersilie etc.)
  • Zwei Teelöffel Paprikagewürz
  • Eine Prise Pfeffer und Salz
  • Ein Mixer

Die Tomate und die Karotte werden zunächst in möglichst kleine Stücke geschnitten. Anschließend werden die Hanfsamen in dem Mixer zu einem feinen Pulver vermahlen. Nun werden die Karotten- und Tomaten-Würfel sowie alle anderen Zutaten hinzugegeben und in dem Mixer zu einer streichzarten Creme verarbeitet. Abschließend kann der Aufstrich noch einmal abgeschmeckt und dann zum Dippen oder Bestreichen genutzt werden.

Hanfmilch

Wer sich vegan ernährt und dennoch nicht auf Milch verzichten möchte, findet in Hanfmilch ein besonders leckeres Getränk. Für die Zubereitung einer Portion Hanfmilch werden folgende Zutaten und Hilfsmittel benötigt:

  • 500 Milliliter Wasser
  • 100 Gramm geschälte Hanfsamen
  • Natürliche Süßungsmittel, wie beispielsweise Trockenfrüchte, Honig, Agavendicksaft oder Ahornsirup
  • Ein Mixer

Zunächst werden die Hanfsamen zusammen mit dem Wasser in dem Mixer vermengt, bis eine milchartige Konsistenz erzeugt wird. Nun wird die Flüssigkeit mithilfe eines Siebs in ein luftdichtes Behältnis abgefüllt. Anschließend kann die Hanfmilch mit natürlichen Süßungsmitteln abgeschmeckt sowie bei Bedarf auch gewürzt werden. Die Hanfmilch sollte im Kühlschrank gelagert und nach maximal zwei Tagen aufgebraucht werden.

Hanfsamen bereichern die gesunde Küche

Hanfsamen sind, prall gefüllt mit wichtigen Nährstoffen und überzeugen durch einen tollen Geschmack. Wer die gesunden Kerne nicht pur genießen möchte, findet in der heimischen Küche trotzdem zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten. Wir wünschen Ihnen in jedem Fall einen guten Appetit!

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