Rindfleisch richtig braten

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So wird Rindfleisch butterweich

Rindfleischsorten die zum Kurzbraten geeignet sind, wie zum Beispiel Steak oder Rostbraten, werden nur dann schön zart und weich, wenn man sie  richtig brät. Rindfleisch richtig zu braten ist auch gar nicht besonders schwer, einige Tipps sollten Sie jedoch beim Rindfleisch braten beachten, damit das Fleisch im besten Zustand auf den Teller kommt.

Tipp 1: Die richtige Fleischsorte zum Kurzbraten wählen

Die verschiedenen Rindfleischsorten werden sehr unterschiedlich zubereitet. Tafelspitz wird gekocht, andere Teile werden geschmort und Steaks bzw. Rostbraten werden in der Pfanne oder am Grill kurz gebraten. Die nachfolgenden Brattipps beziehen sich nur auf Rindfleischsorten, die zum Kurzbraten geeignet sind. Wenn Sie sich unsicher sind, welches Fleisch Sie wählen sollen, dann fragen Sie am besten an der Fleischtheke nach Fleisch zum Kurzbraten.

Tipp 2: Für den besonderen Geschmack Fleisch vorbereiten

Die Rindfleischscheiben können vor dem Braten in gutes Öl bzw. Kräutern eingelegt werden, wenn das gewünscht ist. Das gibt dem Fleisch einen individuellen Geschmack. Wer das Fleisch besonders würzig mag, kann dieses zusammen mit etwas Olivenöl, frischem Thymian oder Rosmarin in einen Gefrierbeutel geben und im Kühlschrank etwa 2 Stunden ziehen lassen. Viele Steak-Fans schwören aber auch darauf, dass das Fleisch vor dem Braten überhaupt nicht gewürzt oder mariniert wird.  Wichtig ist, dass die Fleischteile vor dem Braten nicht gesalzen werden.

Tipp 3: Kein kaltes Fleisch in die heiße Pfanne geben

Nehmen Sie das Fleisch rechtzeitig aus dem Kühlschrank. Das Fleisch sollte Zimmertemperatur haben, wenn es in die Pfanne gegeben wird. Niemals kaltes Fleisch in die Pfanne geben!

Tipp 4: Backrohr für Garvorgang vorwärmen

Bevor Sie das Rindfleisch in der Pfanne kurz braten, sollten Sie unbedingt Ihr Backrohr auf etwa 100° C vorwärmen. Nach dem Braten kommt das Fleisch zum längeren Rasten in den Ofen.

Tipp 5: Schwere Pfanne erhitzen

Zum Kurzbraten von Rindfleisch ist eine schwere Pfanne von Vorteil. Sie muß nicht beschichtet sein, am besten eignen sich Pfannen mit einem schweren, dicken Metallboden. Die Pfanne wird zunächst ohne Öl stark erhitzt. Ein kleiner Test mit der Handfläche kurz über dem Pfannenboden sagt Ihnen, ob sie bereits heiß genug ist. Dann geben Sie das Öl in die Pfanne und können nun das Fleisch scharf anbraten.

Tipp 6: Rindfleisch kross braten

Legen Sie das Rindfleisch in die heiße Pfanne und braten Sie es je nach Fleischstärke zwischen 1 und 3 Minuten auf einer Seite an. Nun das Fleisch einmal wenden und auf der anderen Seite fertigbraten. Wichtig ist, dass die Fleischsstücke nicht angestochen werden, denn dadurch treten die Fleischsäfte aus. Das Fleisch sollte maximal zwei Mal gewendet werden. Die Bratzeit richtet sich immer nach der Fleischstärke – je dicker, je länger. Besonders weich bleibt das Fleisch, wenn es medium – also innen zart rosa – gebraten wird. Am besten kann man den Garpunkt mit der Finger-Druckprobe testen.

Anfänger-Tipp: Wer sich einfach nicht sicher ist, ob das Fleisch medium gebraten ist, kann es herausnehmen und mit einem Messer durchschneiden. Sollte es noch nicht richtig gebraten sein, nochmals in die Pfanne legen. Wenn möglich sollte man dies jedoch vermeiden, da durch das Anschneiden der Fleischsaft austritt.

Tipp 7: Das Fleisch vor dem Servieren rasten

Das fertig gebratene Stück Fleisch kommt nun in das vorgewärmte Backrohr und wird mit Alufolie zugedeckt, damit es nicht austrocknet. Damit das Fleisch richtig mürbe wird, sollte dieses mindestens 10 Minuten im Rohr rasten, umso länger umso besser. Wenn Sie Zeit haben, dann lassen Sie das Fleisch bei unter 100° im Backrohr für 20 Minuten rasten. Das garantiert vor allem, dass das Rindfleisch besonders weich wird. Dabei können frische Thymian- oder Rosmarinzweige dazugegeben werden, die ein herrlich duftendes Aroma garantieren. In der Zwischenzeit können Beilagen wie Salzkartoffeln und Gemüse zum Servieren vorbereitet werden. Vor dem Gang zum Tisch wird das Fleisch gesalzt, gepfeffert und nach Wunsch gewürzt, dann können die Gäste es sich schmecken lassen.

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