Prostata: Gesunde und richtige Ernährung

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Gibt es eine gesunde bzw. richtige Ernährung für die Prostata?

Ja, die gibt es – selbstverständlich, denn die gesunde Ernährung für die Prostata funktioniert ganz ähnlich, wie es gesunde Ernährung immer tut: Zunächst sind heute 36 essentielle Nahrungskomponenten und Nährstoffe bekannt, die ständig (mangels Speichermöglichkeiten zum Teil täglich) mit der Nahrung zugeführt werden müssen und in einer gesunden Ernährung auch alle enthalten sind. Diese gesunde Ernährung ist an sich unkompliziert (die Menschen werden nur dauernd durch gefühlte Millionen zusammenhangloser Detail-Artikel verwirrt): In ihrer Entwicklungsgeschichte haben Menschen zum weitaus größten Teil als Vegetarier mit tierischer Beikost gelebt.

Auch die zusammenfassende Auswertung der großen, aussagekräftigen neueren Ernährungsstudien legt nahe, dass der Mensch durch eine Ernährung am besten versorgt wird, die den 10 Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung entspricht. Diese Regeln können hier nachgelesen werden. Es handelt sich um die Ernährung, die schon Oma als gesund bezeichnete: Viele natürliche, pflanzliche Lebensmittel, regelmäßig ein wenig wertvolles Fleisch, inhaltsleere Füllstoffe wie Zucker und Weißmehl mit Vorsicht genießen, bei all dem die persönliche Verträglichkeit beachten.

In den Lebensmitteln, die die verschiedenen essentiellen Nährstoffe in einem normalem bis hohen Umfang enthalten, sind viele weitere gesunde Inhaltsstoffe. Diese werden in der Ernährungswissenschaft nicht als essentiell geführt, weil der Mensch nicht allein am Fehlen dieser Inhaltsstoffe in der Nahrung sterben kann. Allerdings häufen sich die wissenschaftlichen Belege, dass die sekundären Pflanzenstoffe in Gemüsen, Wurzeln, Kräutern, Früchten für uns Menschen auch ziemlich lebensnotwendig sind – zumindest dann, wenn der Mensch gesund alt werden möchte.

Die Menschen beobachten auch schon seit Urzeiten, welche Nahrungsmittel sich auf bestimmte Schwächen und Krankheiten günstig auswirken. Bevor auf diese Lebensmittel eingegangen wird, soll jedoch kurz ein besonderer Marker vorgestellt werden, der im Zusammenhang Ernährung, Prostata und Wissenschaft eine gewisse Rolle spielt:

Der PSA-Test: Ein wichtiger Marker, nicht nur für Krebs

Wenn die Funktion der Prostata altersbedingt zu „schwächeln“ beginnt, merkt der Mann das an vielfältigen Erscheinungen: Das Wasserlassen fällt nicht mehr so einfach wie früher, es tröpfelt meist sogar ein wenig nach, die Erektion verliert an Kraft, und so weiter. Dann ist der Gang zum Urologen fällig, um die Prostata untersuchen zu lassen. Der wird meist gleich eine Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung von Prostatakrebs durchführen und oft auch einen PSA-Test empfehlen.

Diese Bestimmung des prostataspezifischen Antigens per Bluttest gilt als ein wichtigstes Anzeichen für die Entscheidung, ob möglicherweise eine Prostatakrebs Behandlung eingeleitet werden sollte. Wichtig daran ist das Wort „möglicherweise“. Denn ein hoher PSA-Wert hat nichts mit einer sicheren Prostatakrebs-Diagnose zu tun.

Ob es sinnvoll ist, diesen als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) selbst zu zahlenden Test-Wert ermitteln zu lassen, ist vielmehr höchst umstritten. Die amerikanische Gesellschaft für Urologie empfiehlt kein Massen-Screening. Männer von 55 bis 69 Jahren sollen sich vor einem eventuellen PSA-Test gründlich vom Arzt aufklären lassen, ab dem 70. Lebensjahr raten die US-Experten generell nicht mehr zur Durchführung eines PSA-Tests. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie rät jedoch zur massenhaften Untersuchung gesunder Männer in Form eines Screenings, noch lehnt sie die Bestimmung des PSA-Wertes ab.

Denn der PSA-Wert ist bei allen Erkrankungen der Prostata erhöht, auch bei einer Entzündung der Prostata und der bei älteren Männern sehr häufigen gutartigen Prostatavergrößerung. Und es gibt verschiedenste mechanische Beanspruchungen des Beckenbereichs, die sich in einem tagelang erhöhten PSA-Wert niederschlagen können: Fahrradfahren und anderer Sport, viele Formen sexueller Betätigung, medizinische Einwirkungen wie Untersuchungen und Prostatasonographien durchs Rektum oder Anwendung eines Blasenkatheters. Er ist damit nur empfehlenswert für Männer, die sich so weit selbst informieren können und wollen, dass sie aus erhöhten Werten keine voreiligen und falschen Krebsdiagnosen ableiten.

Solche Männer können jedoch auch im Hinblick auf die Krebs-Prävention von einem PSA-Test profitieren. Denn bei der „gesunden Ernährung für die Prostata“ spielt der PSA-Wert vor allem insofern eine Rolle, als er nachweislich durch eine solche Ernährung gesenkt werden kann:

Richtige und gesunde Ernährung für die Prostata

Die gesunde Ernährung für die Prostata baut auf der oben angesprochenen, rundum gesunden Ernährung auf: Viele vollwertige pflanzliche Nahrungsmittel, reduzierter Konsum vor allem in Bezug auf rotes Fleisch und tierisches Fett. Einige Lebensmittel sollen sich besonders vorteilhaft auf die Stoffwechsel-Kreisläufe auswirken, die auch die Prostata betreffen:

  • Als „begabte Krebskiller“ sind die Gemüse- und Gewürzpflanzen aus der Familie der Kreuzblütler bekannt
  • Vermutlich sind die enthaltenen Senföle für die beobachtete Hemmung der Teilung von Tumorzellen verantwortlich
  • Diese Hemmung wirkt vorbeugend, d. h. bereits gegen die vereinzelt entstehenden Krebszellen, die jeder Körper regelmäßig entsorgt
  • Das zählen z. B. Kohl (alle 37 Arten) und Radieschen, Steckrüben und Rettich, Kresse, Senf und Raps
  • Tomaten, aber auch Erdbeeren und Melonen enthalten den krebsschützenden roten Farbstoff Lycopin
  • In Tomatenmark (Ketchup, v. a. selbst gemacht) ist dieser krebsschützende Stoff in bis zu 64facher Menge konzentriert
  • Sojaprodukte enthalten offenbar Pflanzenhormone (Isoflavone) , die die Prostata schützen
  • Die hormonabhängigen Tumoren des Prostatakrebs kommen jedenfalls in Regionen mit sojareicher Ernährung sehr viel seltener vor
  • Mediterrane Akzente in der Ernährung wie viel Fisch, Meeresfrüchte und Olivenöl wirken sicher krebsvorbeugend und vermutlich auch besonders gut vorbeugend gegen Prostatakrebs
  • Pilze, Grüner Tee, Leinsamen, Hanföl und Granatäpfel werden ebenfalls gerade in Bezug auf besonders positive Wirkungen für die Prostata untersucht, sind aber auf jeden Fall ganz allgemein gesund

Es gibt weitere, einflussreiche Faktoren dafür, dass die erwähnten Lebensmittel und Getränke positiv auf die Gesundheit Ihrer Prostata einwirken: Körperliche Aktivität ist so wichtig, dass sie sogar in die 10 „Ernährungsregeln“ der Deutschen Gesellschaft für Ernährung aufgenommen wurde. Denn körperliche Aktivität senkt deutlich das allgemeine Krebsrisiko, das gilt inzwischen durch Studien eindeutig bewiesen. Ebenfalls wichtig ist das Einhalten oder Wiedererlangen eines normalen Körpergewichts – wobei gerade für Übergewichtige mit Willen zum Abnehmen kein Weg an „mehr Bewegung“ vorbeiführt. Dabei dürfen Sie kreativ sein: Jeden Tag eine halbe Stunde Atemübungen und 5 x in der Woche Rasen mähen können verhasste sportliche Betätigung durchaus ersetzen. Alkohol sollte nur moderat konsumiert werden, in diesem verträglichen Bereich werden auch ihm heute einige positive Wirkungen zugeschrieben.

Vergessen Sie auch nicht, akute Beschwerden mit einem Arzt abzuklären und die für Sie passenden medizinischen Vorsorgeangebote in Anspruch zu nehmen. Je früher altersbedingte körperliche Schwächen auch therapeutisch angegangen werden, desto eher kann die positive Beeinflussung durch Nahrung und Getränke eine langfristige, günstige Wirksamkeit entfalten.

Rezepte für eine gesunde Prostata

Sommerliches Beerentiramisu
Sommerliches Beerentiramisu
Dieses leichte Dessert mit frischen Beeren ist der ideale Nachtisch für heiße Tage! Dieses Rezept ist vegetarisch (vegan möglich).
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