Bulgur wird aus Hartweizengrieß hergestellt und ist vorallem im vorderasiatischen Raum ein Hauptnahrungsmittel. Der Hartweizengrieß wird zur Herstellung von Bulgur zunächst eingeweicht, dann dampfgegart und schließlich im gewünschten Feinheitsgrad gemahlen. Bei Bulgur handelt es sich also um kleingemahlenen, vorgekochten Hartweizen, wobei der Hartweizen aus dem ganzen Korn gewonnen wird. Es handelt sich bei Bulgur also trotz des geringen Preises um ein wertvolles Vollkornprodukt.

Was unterscheidet Bulgur von Couscous?

Das nordafrikanische Couscous wird zwar ebenfalls aus Hartweizengrieß gewonnen, dieser wird bei der Herstellung dabei aber lediglich mit Wasser benetzt, also nicht vorgekocht, um anschließend zu kleinen Körnern zerreiben und getrocknet zu werden. Entsprechend länger braucht Couscous um gar zu werden.

Was unterscheidet Bulgur von Hirse und Buchweizen?

Mit Hirse ist dem Bulgur jedoch nur die Form gemein. Hirse ist eine eigenständige Getreidesorte, deren von den Schalen befreite Körner in den Handel kommen. Hirse ist also ein Rohprodukt, wohingegen Bulgur und Couscous prozessiert wurden. Auch das osteuropäische Kascha, die Buchweizengrütze, hat außer der Form nichts mit Bulgur gemein. Buchweizen ist keine Weizenart sondern ein Knöterichgewächs.

Ist Bulgur nahrhaft?

Aufgrund der schonenden Herstellungsweise und der Verarbeitung des ganzen Korns ist Bulgur gesund und nährstoffreich zugleich.

Bulgur enthält:

  • neben dem Energielieferant Kohlenhydrate und den
  • Mineralstoffen Kalzium, Magnesium und Phosphor auch
  • Vitamin E und verschiedene B-Vitamine.

Bei der Herstellung von Bulgur wird das Korn samt Schale verwendet, Bulgus ist also als Vollkornprodukt überdies ballaststoffreich. Ähnlich wie Reis oder Nudelsorten aus Hartweizengrieß verfügt Bulgur über hervorragende Sättigungseigenschaften, ist dabei jedoch vergleichsweise reich an Kalorien.

Zubereitung und Verwendung von Bulgur

Bulgur wurde bereits während des Herstellungsprozesses vorgegart, deshalb kann er im Unterschied zu Couscous oder Hirse sehr schnell zubereitet werden. Entweder lässt ihn in heißem Wasser etwa eine halbe Stunde lang quellen oder im Dampf gar ziehen, wobei letzteres etwas länger dauert und sich nicht für größere Mengen eignet. Durch das Quellen vergrößert sich das Volumen der einzelnen Bulgurkörner erheblich, so dass bereits eine Menge von wenigen Esslöffeln einer Portion gleich kommt.
Das Dämpfen hat den Vorteil, dass dem Bulgur schon während des Garens aromatisierende Gemüsesorten wie kleingeschnittene Zwiebeln, Kräuter oder Knoblauch beigegeben werden können, was ansonsten erst im Anschluss des Kochvorgangs passiert.

★ Hier finden sie weitere Infos wie man Bulgur am besten kocht.

Bulgur ist geschmacksneutral und kann daher mit zahlreichen Gerichten kombiniert werden. In der Türkei wird Bulgur häufig als Beilage zu Fleischspeisen gereicht, weil es Soßenbestandteile hervorragend aufnimmt. Gegarter und erkalteter Bulgur eignet sich zudem zur Herstellung nahrhafter Salate: Einfach den fertigen Bulgur mit kleingeschnittenen Tomaten, Petersilie und Paprika vermengen.

Bulgur: ein wertvolles Hartweizenprodukt
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