Gesundes Abendessen: Mythen und Fakten

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Figurbewusste lassen das Abendessen lieber ausfallen – Essen am Abend macht nämlich dick. So liest und hört man es regelmäßig. Aber stimmt das wirklich? Wer regelmäßig mit knurrendem Magen ins Bett fällt, kann an dieser Stelle aufatmen. Die Auswirkungen auf die Figur hängen nämlich von der Art der abendlichen Mahlzeit ab.

Nichts mehr essen ab 18 Uhr?

Um möglichst schnell Gewicht zu verlieren, lassen viele das Abendessen außen vor. Das Argument: Im Schlaf verlangsamt sich der Stoffwechsel, wodurch der Körper mehr Zeit zur Aufnahme der Kalorien hat. Obwohl der Stoffwechsel nachts tatsächlich langsamer läuft, ist der radikale Verzicht auf das Abendessen kontraproduktiv. Wer nicht mit Heißhungerattacken und Jo-Jo-Effekt rechnen möchte, nimmt abends am besten etwas zu sich. Aber nur die richtigen Lebensmittel.

Obwohl Strategien wie Intervall-Fasten beim Abnehmen kurzfristige Erfolge versprechen, kurbeln bestimmte Lebensmittel am Abend den Fettstoffwechsel an. Außerdem fördern einige den Muskelaufbau. Zu spät isst man lieber trotzdem nicht zu Abend – am nächsten Morgen verspürt man andernfalls mehr Hunger.

Wenn der Körper bis in die Nacht hinein verdaut, meldet er sich morgens sozusagen schon aus Langeweile zu Wort. Außerdem stört extrem spätes Abendessen die Entgiftung und die nächtliche Fettverbrennung. Obwohl viele auf den Nahrungsverzicht in den Abendstunden beharren, kommt es weniger auf die Uhrzeit an. Vielmehr sollten zwischen der letzten Mahlzeit und der ersten am Folgetag zwölf Stunden liegen.

Macht Obst am Abend dick?

Obst enthält viel Fruchtzucker, sprich: zahlreiche Kohlenhydrate. Aus diesem Grund verbieten sich viele Figurbewusste ab einer bestimmten Uhrzeit den Griff in den Obstkorb.

Tatsächlich macht Fruchtzucker viele Obstsorten nicht gerade zu Schlankmachern. Allerdings gibt es Unterschiede. Ein Blick ins Obstlexikon verrät, dass Früchte wie Wassermelonen, Ananas und Beeren einen vergleichsweise geringen Kohlenhydrat-Gehalt aufweisen. Wichtig ist selbstverständlich die aufgenommene Menge. Wer Abend für Abend ganze Obstsäcke zu sich nimmt, tut der Figur damit kaum etwas Gutes.

Gibt es gesundes Abendessen?

Leckere und gesunde Rezepte mit frischen Zutaten gibt es für jede Tageszeit. Zum Abendessen kommt es auf einen geringen Kohlenhydrat-Gehalt an. Gleichzeitig liefert gesundes Abendessen idealerweise die Aminosäure Tryptophan. Dadurch kann sich der Körper im Schlaf besser um den Muskelaufbau kümmern.

Proteine zur Stabilisierung des Blutzuckerspiegels liefern mageres Fleisch, Fisch und Tofu. Auch magere Milchprodukte wie Magerquark und Hüttenkäse stecken voller Protein. Ähnliches gilt für Eier und Mandeln. Letztere enthalten außerdem Kalzium, das die Fettverbrennung fördert.

In Kombination mit ballaststoffreichen Lebensmitteln wie frischem Gemüse oder Salat ergeben die genannten Nahrungsmittel ein gesundes Abendessen. Ihre Gemeinsamkeit: Einen hohen Proteingehalt verbinden sie mit einem geringen Kohlenhydrat-Anteil.

Sind Weißmehlprodukte am Abend schlecht?

Als stark verarbeitete Lebensmittel enthalten Weißmehlprodukte viele kurzkettige Kohlenhydrate. Aus diesem Grund sind sie zum Abendessen eher nicht empfehlenswert. Das gilt vor allem für Pasta, polierten Reis und Fertigprodukte wie Pizza.

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