Weihnachten von A-Z

  • Weihnachten

Ein kleines Weihnachts-Lexikon. Von A wie Advent bis Z wie Zapfen – Wissenswertes rund um das Thema Weihnachten.


Advent

Das Wort stammt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie „Ankunft“. Gemeint ist das Kommen Christi, dem Erlöser, durch welches mit dem 1. Advent, der stets auf den ersten Sonntag nach dem 26. November fällt, ein neues Kirchenjahr beginnt. Advent ist die Vorbereitungszeit auf das heilige Fest, das Weihnachten darstellt. Der Brauch, die Wochen vor dem Heiligen Abend besonders zu gestalten, ist bereits seit dem 6. Jahrhundert bekannt.


Bescherung

Schon die alten Römer kannten den Brauch, sich zum Jahreswechsel mit kleinen und großen Geschenken zu überraschen. Die christliche Kirche war es schließlich, die Mitte des 4. Jahrhunderts als Tag von Christi Geburt den 25. Dezember festlegte, und den altrömischen Brauch kurzerhand auf diesen Tag vorverlegte. Den festlich geschmückten Gabentisch, wie wir ihn heute kennen und lieben, gibt es jedoch erst seit Martin Luther. Der Reformator wollte mit dem „Aberglauben“ an den Weihnachtsmann aufräumen.


Christstollen

Erfunden wurde dieses Gebäck schon im Jahre 1475 vom Koch des Schlosses Hartenstein bei Torgau. Durch seine besondere Form soll der Christstollen die Wiege des Christkindes symbolisieren.


Datteln

Der Sage nach sollen die exotischen Früchte einer bestimmten Palmenart von den Heiligen Drei Königen, als Wegzehrung auf ihrem langen Suchen nach dem Heiland mitgenommen worden sein.


Engel

Das Wort hat seinen Ursprung im griechischen „angelos“, was soviel wie „Bote“ oder „Verkünder“ bedeutet. Die ersten Engelsfiguren wurden bereits im 4. Jahrhundert dargestellt. Einer Sage nach war es einst ein Nürnberger Handwerksmeister, der den Rausche-Engel erfand. Kurz vor dem Weihnachtsfest verlor er sein über alles geliebtes Töchterchen. In seiner Trauer erschien das Kind ihm nachts im Schlaf. Gleich am nächsten Morgen formte er aus feinem Messingblech und einem in edlem Holz geschnitzten Gesicht ihr Abbild.


Feiertage

Wie der Name schon sagt, sollen die Menschen an den Weihnachtstagen feiern. Die Arbeit soll ruhen und die Christenheit sich auf Werte besinnen, die sie in ihrem Glauben bestärken und formen. Die Festlichkeiten dürfen nach christlichem Glauben jedoch nicht ausufern. Harmonie, Liebe und Besinnung sollen in die Herzen der Gläubigen zurückkehren.


Glocken

Erst seit Beginn unseres Jahrtausends rufen gläubige Christen durch den Klang von Glocken ihre Gemeinde zur Andacht zusammen. Vorher ließ man Trompeten und Fanfaren erklingen.


Heilige Drei Könige

Caspar, Melchior und Balthasar, wer kennt sie nicht, die Heiligen Drei Könige? Sie fehlen in keinem Weihnachtsspiel und an keiner Krippe. Dabei spricht die Bibel selbst eigentlich nur von den drei Weisen aus dem Morgenland, ihre Namen und die Bezeichnung „Könige“ erhielten sie erst im Mittelalter. Die Gebeine der drei Weisen werden übrigens seit dem 12. Jahrhundert im Kölner Dom aufbewahrt und verehrt.


Ingwerplätzchen

Die herb-süßen Leckereien mit dem leicht scharfen Beigeschmack gehören wohl zu den schönsten Verlockungen der Weihnachtszeit.


Jesus

Ihm, dem Heiland, dem Messias, Christus, haben wir das Weihnachtsfest überhaupt erst zu verdanken. Als Gottes Sohn wurde er an einem 25. Dezember in einem Stall zu Bethlehem geboren, um die Menschen von ihrer Schuld und ihren Sünden zu befreien.


Krippe

Da Maria, die Mutter Jesu, keine andere Unterkunft fand, musste sie ihr Kind in einem ärmlichen Stall zur Welt bringen. Sie bettete es in einer Futterkrippe auf Stroh, wo das Neugeborene vom Atem eines Ochsen und eines Esels gewärmt wurde. Das Wort Krippe stammt von dem althochdeutschen „Krippa“ für Flechtwerk ab.


Lametta

Die hauchdünnen Fäden aus Aluminiumfolie, neuerdings auch aus Kunststoff, schmücken jeden prächtigen Weihnachtsbaum. Sie sollen glitzernde Eiszapfen darstellen, mit denen die Tannen oder Fichten normalerweise in dieser Jahreszeit draußen im Wald behangen sind.


Misteln

Schon bei den Kelten und deren Druiden galt die Schmarotzerpflanze als heiliges Glücks- und Friedenssymbol. Aus dieser Zeit stammt auch der Glaube, dass sich Feinde versöhnen, wenn sie sich unter einem Mistelzweig begegnen. Später kam der Brauch hinzu, dass jedes Mädchen, das unter einer Mistel steht, geküsst werden darf, und im nächsten Jahr heiratet, wenn es nicht öfter geküsst wurde, als Beeren am Zweig hingen.


Nikolaus

Der Weihnachtsmann heißt in Wirklichkeit Nikolaus. Dem Überbringer der Gaben standen gleich zwei Namensvetter Pate: Bischof Nikolaus von Myra (343) und der Abt Nikolaus von Sion (bis 564). Sankt Nikolaus gilt heute als heiliger Schutzpatron für Schiffer und Kinder.


Oh Du fröhliche…

…ist wohl eines der bekanntesten und beliebtesten Weihnachtslieder, das erst unter einem festlich geschmückten Tannenbaum so richtig die Herzen der Menschen erwärmt.


Pyramide

Wo die Weihnachtspyramide ihren Ursprung hat, weiß niemand genau. Vermutet wird jedoch, dass sie als Gegenstück zur Weihnachtskrippe von Protestanten erfunden wurde. Die schönsten und berühmtesten stammen noch heute aus dem Erzgebirge, wo sie in liebevoller Handarbeit mit viel Kunstgeschick gebaut und gebastelt werden.


Quatember

Nach dem dritten Advents- und ersten Fastensonntag folgt ein liturgisch begangener Fastentag, der zur inneren Einkehr und zur Stärkung der Besinnung an die vergangenen Tage dienen soll.


Ruprecht

Knecht Ruprecht, der grimmig wirkende Begleiter des Nikolaus, ist ein Relikt aus heidnischer Zeit. Damals vermummte man sich, um den eisigen Winterstürmen zu trotzen. Er, den man auch Hans Muff, Krampus, Schmutzli, Pelzebock oder Rumpelklas nennt, ist es letztendlich, der braven Kindern Nüsse und Äpfel schenkt, bösen Buben und Mädchen jedoch mit seiner Weidenrute bestraft.


Stern von Bethlehem

Die Bibel schreibt, dass die Heiligen Drei Könige einem ungewöhnlich hellen Stern folgten, der sie schließlich nach Bethlehem leitete. Dort fanden sie in einem Stall den Heiland, Jesus Christus. Wissenschaftler haben bewiesen, dass es zu dieser Zeit tatsächlich ein außergewöhnlich helles Himmelsobjekt gegeben haben muss: Den berühmten Halleyschen Kometen, der alle 75 Jahre den Nachthimmel erleuchtet.


Tannenbaum

Der Tannen- oder Weihnachtsbaum ist wohl das Weihnachtssymbol schlechthin. Er, der Immergrüne, soll in der kalten Jahreszeit die Hoffnung auf ein baldiges Ende des langen Winters in den Herzen der Menschen erhalten. Festlich geschmückt ist er übrigens eine „Erfindung“ aus Deutschland, die schon vor mehreren Jahrhunderten gemacht wurde.


Urbi et Orbi

„Der Stadt- und dem Erdkreis“ – der berühmte Segen, den der Papst nicht nur zu Ostern, sondern auch zu Weihnachten spricht.


Vorfreude

…ist eben doch die schönste Freude. Spätestens zur Weihnachtszeit, wenn ein jeder gespannt seinen Geschenken entgegenfiebert, wird das auch dem letzten klar.


Weihnachten

Erst um das Jahr 1170 wurde das Fest zu Christi Geburt als „Weihnachten“ bekannt. Bereits unsere vorchristlichen Ahnen begingen im Dezember das Fest der nordischen Sonnenwende, und im Mittelmeerraum wurde zur gleichen Zeit der Geburtstag des Sonnengottes Mithras gefeiert. „Weih“ bedeutet soviel wie heilig oder gesegnet „Heilige Nacht“.


X-Mas

Mit X-mas sind die Amerikaner mal wieder ihrem Hang zu skurrilen Abkürzungen nachgegangen. Das Kürzel leitet sich von Christmas – Weihnachten – ab.


Zapfen

Naturbelassene, verzierte oder auch farbig angemalte Tannenzapfen gelten seit Jeher als Fruchtbarkeitssymbol. Unter ihnen im Winter geschlossenen Schuppen verbergen sich die Samen, die im Frühjahr keimen, Wurzeln schlagen und junges Leben, und damit neue Hoffnung, bringen.

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