So macht gesunde Ernährung wieder Spaß

Ein gesunder Speiseplan sorgt für Energie und Lebenslust. Doch was tun, wenn es bei Möhren und Co. im Bauch zwackt oder die nahrhaften Vollkornprodukte Durchfälle auslösen? Spaß am gesunden Essen trotz Allergien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten? Das geht!

Wie erkenne ich eine Lebensmittelallergie?
Wie erkenne ich eine Lebensmittelallergie? © AdobeStock von Marco2811

Wie erkenne ich eine Lebensmittelallergie?

Jeder möchte gern gesund und vital sein. Doch manchmal meldet sich der Körper trotz der gesündesten Lebensmittel und Superfoods mit Symptomen wie Kopfschmerzen, Hautproblemen, Halskratzen, Müdigkeit oder Magen-Darm-Beschwerden. Dahinter können Allergien oder Unverträglichkeiten stecken. Wer sich nach dem Essen schlapp oder unwohl fühlt, sollte einen Blick auf die Zusammenhänge zwischen den Symptomen und den zu sich genommenen Nahrungsmitteln werfen. Jedes Nahrungsmittel kann eine Allergie auslösen. Ein Bluttest gibt zuverlässig Auskunft über eine vorliegende Lebensmittelallergie und kann selbst durchgeführt werden. Je nachdem, welches allergieauslösende Nahrungsmittel verzehrt wurde, kann die Reaktion unterschiedlich stark ausfallen. Die heftigsten und manchmal sogar lebensbedrohlichen Reaktionen lösen Nüsse oder Schalentiere bei entsprechender Allergie aus. Gemüse oder Obst führen bei Betroffenen eher zu leichteren Symptomen wie Hautausschlägen oder Durchfall.

Diagnose Nahrungsmittelintoleranz

Sie bekommen Kopfschmerzen, wenn Sie Rotwein trinken, oder der Bauch protestiert nach dem Genuss von Milchprodukten? Viele Menschen leiden bereits lange unter verschiedenen Beschwerden, bevor die Diagnose Lebensmittelunverträglichkeit meist über einen Atemtest gestellt wird. Nahrungsmittelunverträglichkeiten ähneln den Symptomen einer Allergie, rufen aber keine lebensgefährlichen Reaktionen hervor. Hier hilft es häufig schon, die Auslöser Histamin, Gluten, Sorbit, Fruktose oder Laktose so gut es geht zu meiden. Eine konsequente Ernährungsumstellung kann schnell zu einer Verbesserung der Symptome führen. Trotzdem muss keiner auf den Spaß am Essen verzichten. Auch bei einer Histaminunverträglichkeit können Sie leckere Erdbeeren genießen, wenn Sie Ihre individuelle Toleranzgrenze für diese Leckerei kennen. Die meisten vertragen eine gewisse Menge des auslösenden Nahrungsmittels. Erst, wenn es zu viel wird, reagiert der Körper. Bei einer Sorbitunverträglichkeit hilft es bereits, sorbithaltiges Obst nicht separat zu verzehren, sondern zusammen mit Milchprodukten oder Kohlehydraten. Ein Erdbeerkuchen oder Erdbeeren mit Yoghurt oder Quark werden häufig besser vertragen als Erdbeerfrüchte allein.

Superfood Speisepilze

Pilze zählen dank ihrer Mykoproteine mit zu den Superfoods. Wer sich nicht genau mit der Pilzbestimmung auskennt, sollte sie jedoch lieber nicht selbst im Wald sammeln, sondern auf leckere Zuchtpilze wie Champignons oder Austernpilze zurückgreifen. Manchmal kommt es nach einem Pilzgericht zu Bauchschmerzen oder Durchfall. Dies könnte mit einer Intoleranz gegenüber einem Pilzeiweiß oder dem enthaltene Disaccharid Trehalose zusammenhängen. Aber auch ohne Unverträglichkeit oder Allergie sind Speisepilze aufgrund des Chitingehalts nicht immer leicht verdaulich. Trotzdem sind Speisepilze sehr gesund. Sie sind praktisch fettfrei und enthalten Vitamin B, C und D, sind reich an Folsäure und den Mineralstoffen Calcium, Magnesium und Eisen. Ihre vielen Ballaststoffe unterstützen zudem die Darmgesundheit. Um den Körper nicht zu überfordern, sollten sie stets sorgfältig gebraten oder gekocht werden. So sind sie verträglicher.

Ein Ernährungstagebuch bringt Klarheit

Die Diagnose einer Lebensmittelallergie oder einer Nahrungsmittelunverträglichkeit ist nicht immer einfach, denn manche Symptome treten sofort nach dem Essen auf, andere erst nach vielen Stunden. Mit Hilfe eines Ernährungstagebuchs können Sie viel über Zusammenhänge in der Ernährung erkennen und Intoleranzen auf die Spur kommen, die sich erst später zeigen, wenn man normalerweise schon wieder vergessen hat, was gestern auf dem Speiseplan stand.

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