Nüsse gehören zu jeder abwechslungsreichen und gesunden Ernährung. Besonders der hohe Anteil an wertvollen Fettsäuren in den Nüssen wird heutzutage besonders hervorgehoben. Nüssen wird aber auch nachgesagt, dass diese die Konzentration und Denkfähigkeit verbessern sollen. Nicht zuletzt wegen dem Geschmack werden Nüsse in vielen Formen als Snack oder im Studentenfutter gereicht. Dieses Nusslexikon beschreibt die Herkunft und Eigenschaft der wichtigsten Nüsse mit Bildern.


Cashewnüsse

Cashewnüsse

Cashewnüsse © Andre B. – Fotolia.com

Cashewnüsse: Sie enthalten mehr sättigende Kohlenhydrate als andere Nusssorten. Ihre B-Vitamine sind gut für das Gehirn und das Nervensystem. Zusätzlich sollen ihre Phenolsäuren und Protease-Inhibitoren krebsvorbeugend wirken. Sie hat 568 kcal pro 100 Gramm.

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Erdnüsse

Erdnüsse

Erdnüsse © Amaro – Fotolia.com

Erdnuss: Erdnüsse zeichnen sich durch ihren hohen Gehalt des Vitamins B1, sowie Niacin und Folsäure aus. B-Vitamine sind wichtig für den Energiestoffwechsel und die Zellerneuerung und damit besonders für Sportler wertvoll. Ihr Tryptophan verhilft zu gutem Schlaf und die enthaltene Linolsäure ist gut für das Herz. Ihr Kaloriengehalt: 570 kcal pro 100 Gramm.

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Haselnüsse

Haselnüsse

Haselnüsse © kaanates – Fotolia.com

Haselnuss: Wie die Mandel enthält die Haselnuss viel des zellschützenden Vitamin E. Ihr Mineralstoff sorgt zudem für eine gute Sauerstoffzufuhr des Gehirns. Gerbstoffe regen die Haut- und die Darmfunktion an, ihr Lezithin hält das Gehirn auf Trab. Haselnüsse haben einen Kaloriengehalt von 647 kcal pro 100 Gramm.

Die Haselnuss ist eine ursprünglich wild wachsende Nusssorte. Weit vor unserer Zeitrechnung diente sie in Kleinasien und Südeuropa bereits als beliebtes Nahrungsmittel. Heutzutage findet man die frostresistenten Sträucher der Haselnuss oftmals in Parks oder Gärten. Ihre Dichtwüchsigkeit macht die zur Familie der Birkengewächse gehörenden Haselnusssträucher zur optimalen Sichtschutzbegrünung.

Die Haselnuss hat ein ganz eigenes, typisches Aroma. Gerne wird sie, gemahlen, getrocknet oder geröstet, zur Herstellung von Backwaren, Schokolade (zum Beispiel Nussschokolade mit ganzen Haselnüssen), Brotaufstrich (Nussschoko-Creme), Nougat, Likör, Eis oder Speiseöl verwendet. Außer der allseits bekannten Haselnuss mit Schale, die unter anderem aus Italien, Frankreich, Griechenland und Spanien zu uns kommt, gibt es noch die unbekanntere Variante ohne Schale.

Schalenlose Haselnüsse stammen zumeist aus der Türkei. Die Haselnuss gibt sich als Allroundtalent. Unter Pfeifenrauchern gelten ihre getrockneten Blätter als Geheimtipp. Zudem bedienen sich Korbmacher gerne der über sechs Meter langen und sehr biegsamen Haselnusszweigen.


Kokosnüsse

Kokosnüsse

Kokosnüsse © HandmadePictures – Fotolia.com

Kokosnüsse: Durch ihren hohen Wasseranteil haben frische Kokosnüsse einen wesentlich geringeren Fettanteil als andere Nussarten. Demnach hat sie nur 363 kcal pro 100 Gramm.

Kokosnüsse werden seit circa viertausend Jahren in Indien und mittlerweile auch auf den Philippinen, in Australien, Indonesien, Ostafrika, Mittel- und Südamerika und Vietnam angebaut. Da die Kokosnuss es vermag, im Wasser tausende Kilometer zurückzulegen und dennoch keimfähig zu bleiben, bleibt ihr Ursprung ungewiss.

Kokosnüsse gehen als Frucht der Kokospalme hervor. Diese gigantische Palmenart erreicht nicht selten eine Höhe von über dreißig Metern und ist eine der bedeutendsten Nutzpflanzen der Welt, da sie komplett verwendbar ist.

Die etwa kopfgroßen Nüsse sind in frischem Zustand mit Kokosmilch gefüllt. Das Fruchtfleisch der Kokosnuss ist leicht faserig und schmeckt leicht haselnussartig. Die harte Kokosschale (Kopra) dient der Gewinnung von Öl, Margarine, Kokosflocken und Gebäck. Kokosfette sind extrem hitzebeständig und haben die Eigenschaft, nicht zu spritzen. Kokosnüsse sind bis zu zwei Monaten lagerfähig, wobei sie den Anspruch an eine recht kühle Lagertemperatur stellen. Null Grad Celsius dürfen nicht überschritten werden.


Macadamia Nüsse

Macadamianüsse

Macadamianüsse © Christian Jung – Fotolia.com

Macadamia: Die „Königin der Nüsse“. Sie ist reich an ungesättigten Fettsäuren, gut für das Herz und Gefäße. Von allen Nüssen enthält sie das meiste Eiweiß. Sie enthalten aber auch eine Menge Kalorien: 705 kcal pro 100 Gramm.

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Mandeln

Mandeln

Mandeln © kaanates – Fotolia.com

Mandeln: Sie zeichnen sich durch ihren hohen Gehalt an Vitamin E aus. Auch dieser Wirkstoff hat eine antioxidative Wirkung, schützt die Zellen und beugt Arterienverkalkung vor. Ihre Inhaltsstoffe sollen sich stärkend für Schwangere und Stillende auswirken. Ihr Kaloriengehalt beträgt 577 kcal pro 100 Gramm.

Der Mandelbaum gehört zu den Rosengewächsen. Er wird bis zu fünf Meter hoch. Seine Steinfrüchte, die Mandeln, galten in Vorder- und Zentralasien bereits vor über dreitausend Jahren als Nahrungsmittel. Kultiviert wurden sie zuerst in Italien, später dann in Frankreich, Iran, Griechenland, Israel, Portugal, Marokko. Spanien und Kalifornien, wobei der südliche US-Staat mit fünfundsiebzig Prozent den Hauptanteil des Mandelexports inne hat. Der Mandelbaum ist nicht frostresistent, da seine Blüten keine Minusgrade mögen. In unseren Breitengraden ist er vornehmlich als Ziergewächs anzutreffen.

Mandeln befinden sich in einem grünen, ziemlich hartfleischigen Schutzmantel, der bei Reife aufspringt. Der Geschmack von Mandeln kann, je nach Sorte, edelsüß bis ziemlich bitter sein. Mandeln dienen der Herstellung vieler süßer Köstlichkeiten (unter anderem Marzipan, Mandellikör, Backwaren und Schokolade). Gemahlen werden Mandeln in Kuchen und Kekse eingebacken, wohingegen sie, im Ganzen belassen, manchen Dekorationszweck erfüllen. Aus Mandelöl werden verschiedenste Kosmetikartikel hergestellt (zum Beispiel Haarshampoons und Badezusätze). Kühl, dunkel und trocken gelagert halten sich Mandeln einige Monate.


Maroni

Maroni

Maroni © rotoGraphics – Fotolia.com

Maroni: Esskastanien enthalten im Vergleich zu anderen Nussarten kaum Fett. Dadurch haben sie auch nur 196 kcal auf 100 Gramm. Dafür enthalten sie Vitamin C.

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Paranuss

Paranüsse

Paranüsse © Shawn Hempel – Fotolia.com

Paranüsse: Sie sind die beste pflanzliche Quelle für Selen, welches sehr wichtig ist bei Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse. Unter ihrer harten Schale steckt zudem jede Menge Vitamin B1. Eine Paranuss hat 670 kcal pro 100 Gramm.

Die Paranuss hat viele Namen. Unter anderem ist sie auch als “Amazonaskastanie“, “brasilianische Kastanie“ und “Königin der brasilianischen Wälder“ bekannt. Dass sie darüber hinaus auch als Tucannüsse bezeichnet werden, verdanken die Paranüsse der Tatsache, dass sie für die Tucano-Indianer (Ureinwohner Brasiliens) einst das wichtigste Nahrungsmittel schlechthin waren.

Die Paranuss ist die Frucht eines Tropffruchtbaumgewächses, das beeindruckende fünfzig Meter hoch werden kann. Beheimatet ist dieser Paranussbaum im brasilianischen Amazonasgebiet.

Äußeres Erkennungszeichen der Paranuss ist ihre dreikantige Form mit holzartiger Schale. Der Kern misst drei bis vier Zentimeter und erinnert an eine Mandel. Buttrig zart und ein wenig mandelähnlich präsentiert sich das typische Aroma der Paranuss. Paranüsse werden gerne als Knabbereien gereicht. Hervorragend passen sie zu Käsebeilagen und ergänzen geschmackvoll ein edles, pikantes Buffet. Des Weiteren werden aus Paranüssen Speiseöl und Mehl hergestellt. Grundsätzlich sollte Brasiliens Exportschlager Nummer eins, die Paranuss, kühl, dunkel, luftig und unbedingt trocken aufbewahrt werden.


Pekanuss

Pekanuss: Die Pekanuss gehört zur Walnussfamilie und hat demnach recht ähnliche Wirkstoffe wie diese. Sie hat 700 kcal pro 100 Gramm.


Pistazien

Pistazien

Pistazien © kaanates – Fotolia.com

Pistazien: Sie gehören eigentlich zu den Steinfrüchten. Dennoch sind sie gesund und gehören zu den guten Eisenlieferanten. Schon 30 Gramm decken ein Viertel des Tagesbedarfs an dem Mineralstoff. Nach neusten Studien (Inova Fairfax Hospital, USA) sollen sie dazu beitragen, den Cholesterinspiegel zu senken. Ihr Kaloriengehalt beträgt 618 kcal pro 100 Gramm.

Die Pistazie ist ein Sumachgewächs. Balsampflaume, Mango und Kaschunuss zählen zur direkten Verwandtschaft der Pistazie. Kaiser Vitellius brachte bereits im Jahre 65 nach Christus die Pistazien von Syrien nach Italien. Alle zwei Jahre tragen Pistazienbäume Früchte. Sie können mehrere hundert Jahre alt werden. Pistazienkerne sind hellgrün und dreikantig.

Ihr angenehmes und feines Mandelaroma offenbaren sie besonders voll nach dem Rösten. Als höchst edel und qualitativ hochwertig gelten die kalifornischen Pistazien. Sie werden vierundzwanzig Stunden nach der Ernte verpackt. Im Vergleich zu anderen Pistazien, deren Verpackung oft erst einige Wochen nach der Ernte erfolgt, kommen die kalifornischen somit tatsächlich erntefrisch auf den Tisch.

Pistazien sind sowohl frisch, als auch gesalzen und geröstet eine beliebte Zwischendurchknabberei. Zudem dienen sie vielen Gerichten, Speisen und Lebensmitteln zur Verfeinerung. Pistazien bringen an alles Essbare, egal ob Pasteten, Desserts, Speiseeis, Wildgerichte, Pralinen, Gebäck, Nudelgerichten oder Salate, eine ganz besondere Geschmacksnote. Im Handumdrehen wird ein unscheinbares Menü dank einiger Pistazienkerne zur erlesenen kulinarischen Spezialität.


Walnüsse

Walnüsse

Walnüsse © dinostock – Fotolia.com

Walnüsse: Sie sind gute Lieferanten für essentielle Fettsäuren. Diese beeinflussen die Blutwerte positiv und werden zum Zellaufbau benötigt. Zudem belegt eine Studie der University of Texas, dass die Walnuss eine der besten Quellen für das Hormon Melatonin ist, das wegen seiner antioxidativen Wirkung gut für das Herz-Kreislauf-System ist und vor Krebs schützt. Die Walnuss hat 666 kcal pro 100 Gramm und gehört damit zu den fettreichsten Nussarten.

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Teile dieses Artikels stammen von Autor: Derk Hoberg von den Netzathleten.

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