Pflanzlich, kaltgepresst – das bessere Öl

„Wer gut schmiert, fährt gut!“ – ein altbekanntes Sprichwort. Auch beim menschlichen Körper kann richtig hochwertiges Öl viele positive Auswirkungen haben. Die Wahl des richtigen Öls sollte daher eher auf die kaltgepressten, pflanzlichen Öle tendieren. Denn die kaltgepressten Öle zeichnen sich nicht nur durch eine höhere Qualität und besseren Geschmack aus, sondern sind im gesundheitlichen Nutzen den raffinierten Ölen um Längen voraus.

Raffiniert und kaltgepresst – der Unterschied

Pflanzenöle werden aus pflanzlichen Samen und Früchten aus verschiedenen Pflanzenarten hergestellt. Dementsprechend vielfältig sind nicht nur die Produktionsmethoden, sondern auch geschmacklichen Unterschiede. Generell unterscheidet man zwischen kaltgepressten Ölen und die raffinierten Öle, mittles Extraktion.

Raffinierte Öle werden mit Lösungsmitteln behandelt und durchlaufen viele verschiedene chemische Reinigungsprozesse – die sogenannte Raffination. Das Pflanzenöl wird aus den Rohstoffen heraus extrahiert. Bei der Extraktion gelangen Fettbegleitstoffe ins Öl und außerdem muss das Lösungsmittel wieder entfernt werden. Während der Raffination gehen wertvolle Vitamine verloren. Einziger Vorteil vom raffinierten Öl ist die längere Haltbarkeit und die problemlose Erhitzbarkeit.

Kaltgepresstes Öl – so wird es hergestellt

Der aid infodienst informiert über die Herstellung von kaltgepressten Ölen: „Es gibt zwei Verfahren der Ölgewinnung: die Pressung, mit oder ohne Wärmezufuhr, und die Extraktion. Native Speiseöle werden aus gereinigter, zerkleinerter Rohware durch Pressen ohne Wärmezufuhr gewonnen. Abschließend werden sie lediglich gewaschen und filtriert.

Für die Gewinnung nicht-raffinierter Öle wird die entsprechend vorbereitete Rohware außerdem auf 40 bis 60 Grad erwärmt. Das erhöht die Fließfähigkeit des Öles, eine weitere Hitzezufuhr während der Pressung erfolgt aber nicht. Anders als die nativen Öle dürfen die nicht-raffinierten zur Verlängerung ihrer Haltbarkeit mit Wasserdampf behandelt werden.“

Nativ, nativ extra

Die Angaben auf dem Etikett scheinen teils verwirrend zu sein. Generell dürfen native Öle auch als „kaltgepresst“ bezeichnet werden, wenn Sie nach zuvor genanntem Ablauf nicht raffiniert gewonnen werden. „Nativ extra“ oder „vergine extra“ darf nur für native Olivenöle verwendet werden, wenn besondere gesetzliche Bestimmungen und Qualitätskriterien eingehalten werden.

Kaltgepresste native Öle für leckere Salate

„Die kaltgepressten Öle eignen sich besonders gut für die Zubereitung von Salaten oder kalten Vorspeisen“, erläutert Ernährungswissenschaftlerin Maria Flothkötter vom aid infodienst die Vorteile der nicht-raffinierten Speiseöle. „Wegen ihres hohen Anteils natürlicher Fettbegleitstoffe sollten sie nicht stark erhitzt werden.“

Gesundheitswert

„Für den Gesundheitswert eines Fettes ist aber vor allem die Rohstoffquelle wichtig. Rapsöl besitzt zum Beispiel ein sehr ausgewogenes Verhältnis von einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Die Fettsäurezusammensetzung bleibt dieselbe, egal, ob das Öl kaltgepresst oder raffiniert ist“, erklärt Flothkötter. “

Die Qual der Wahl

Fett ist lebenswichtig, das steht fest. Die Wahl des richtigen Fettes ist aber entscheidend für die Gesundheit des Körpers. Wer generell vermehrt auf pflanzliche Fette und zudem noch auf native, kaltgepresste Öle setzt, trifft jedenfalls die sicher bessere Wahl. Den allgemeinen Empfehlungen folgend, sollte der Anteil an tierischen Fetten und gehärteten Fetten (vor allem in Fertigprodukten enthalten) deutlich reduziert werden und zugunsten hochwertiger pflanzlicher Öle ausgetauscht werden.

Informationsquelle:
aid infodienst
Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirtschaft e. V.

Pflanzliche Öle – kaltgepresst und hochwertig
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