Die Mittagspause naht, der Magen knurrt und das Telefon läutet. Zwischendurch der Gedanke „Was eß ich heute wieder?“. Schnell zum Imbissladen ums Eck, ein Wurstsemmerl und ein Stück Süsses. Danach das altbekannte Leid: Müdigkeit, Leistungsabfall am Nachmittag. Wem kommt das nicht bekannt vor?

Richtige Ernährung macht fit!

Bewiesen ist, daß die richtige Nahrungsmittelauswahl stark dazu beiträgt, sich insgesamt vitaler zu fühlen und leistungsfähiger zu sein. Obst und Gemüse liefern wertvolle Vitamine, Mineralstoffe die dem Körper Energie dann geben, wenn er diese braucht. Das wissen wir und das ist für niemanden neu! Also was hindert uns nun daran, daß wir im Job das richtige Essen?

Berufsalltag und gesunde Ernährung

Richtig, der Berufsalltag ist oft so ausgelegt, daß kaum Zeit bleibt sich um das richtige Essen lange zu kümmern. Da muß fast immer ein einfacher Snack her, der den hungrigen Magen stopft. Der Leistungsabfall danach ist unweigerlich eintreffend. Warum diese kurzweiligen Snacks nicht gesund sind und Müdigkeit bewirken, daß soll an dieser Steller nicht ausführlich behandelt werden. Denn jeder weiß, wie es ist wenn man mittags ein Saftfleisch mit Nudeln, Schweinsbraten mit Knödel oder ein paniertes Schnitzel mit Kartoffelsalat ißt. Und der Wirt ums Eck oder die Snackbude bieten leider nur diese Kost.

Der Problemlöser

Der Problemlöser ist also nicht derjenige, der nur weiß daß das Großküchenessen, das Mittagsmenü oder das Jausenbrötchen nicht förderlich ist.

Das Problem der richtigen Ernährung zu lösen erfordert etwas Mut, ist aber dennoch nach geglückter Umstellung die beste Wahl für Ihr Büroleben und für Ihr allgemeines Wohlbefinden. Was anfangs die meisten abschreckt ist der Aufwand. Es ist ja so kompliziert! Das ist bedingt richtig, aber auf Dauer gesehen ist es wahrscheinlich für Sie einfacher, weil Sie dann nicht mehr täglich kurz vor Mittag hektisch daran denken müssen „was ess ich denn heute wieder?“

Joballtag und Essverhalten unbedingt analysieren

  • Welche Pausen stehen mir für’s Essen zur Verfügung?
  • Wieviel Zeit habe ich um zu essen?
  • Kann ich zwischendurch etwas essen?
  • Gibt es eine Küche in der ich eventuell mitgebrachte Snacks einkühlen kann?
  • Habe ich Platz für eine Obstschüssel auf meinem Arbeitsplatz?
  • Was nehme ich alles zu mir im Laufe des Arbeitstages?
  • Was könnte ich austauschen?
  • Wieviel Kaffee trinke ich?
  • Was trinke ich und trinke ich genug?

Die Fragen dienen lediglich der Anregung, sich darüber Gedanken zu machen, wie ich meine Nahrungsaufnahme organisieren kann. Und das müssen Sie ja nicht jeden Tag neu tun, denn wenn Sie einmal analysiert haben, wird das bis zum nächsten Arbeitsplatzwechsel meist so bleiben!

Snacks und Mittagessen vorbereiten

Abgestimmt auf das Ergebnis Ihrer Arbeitsplatzanalyse in ernährungsmäßiger Hinsicht, bleibt Ihnen nur noch die Aufgabe zu überlegen, was Sie am leichtesten ohne großen Aufwand essen können. Generell eignen sich für das Essen im Job kalte Snacks wie Vollkornbrot mit Schinken oder auch ein Obstsalat am Vormittag, Rohkost, leichte Auftstriche, usw., da damit das umständliche Aufwärmen und Servieren entfällt.

Und in berufstätigen Zeiten ist es so und so besser, man kocht nach der Arbeit zu Hause eine gesunde Mahlzeit, auch wenn viele der Meinung sind, man soll am Abend nicht mehr zuviel essen. Vielmehr ist es gesünder eine qualitativ hochwertige und gesunde Mahlzeit am Abend einzunehmen, als ganz auf die gesunde Kost zu verzichten. Und diejenigen die diese Ansicht nicht teilen und propagieren nach 17.00 Uhr nichts mehr zu essen, sind wahrscheinlich fernab von Realität und fern vom regelmäßigen Berufsleben.

Viel besser und gesünder ist daher, sich schon zu Hause (oder bei Zeitnöten sogar am Abend vorher) die Nahrungsmittel für den Arbeitstag zurecht zu packen.

Denken Sie daran wie groß Ihr Hunger tagsüber ist!

  • Vormittag (Obst, Vollkornbrot, …)
  • Mittagessen
  • Nachmittag (Müsliriegel, Obst, usw. …)
  • Zwischendurch (eventuell bei Naschlauen dunkle Schokolade, oder Vollkornkekse)

In Ihr Jausensackerl gehört daher soviel gesunde Nahrung hinein, damit Sie wirklich nicht mehr überlegen müssen, zum Imbissladen zu rennen um Ihren Hunger zu stillen. Und einmal daran gewöhnt, werden Sie es schnell nicht mehr missen wollen.

Für Kritiker die sagen, dafür muß ich ja eine Stunde früher aufstehen sei gesagt: wenn Sie einen Lottojackpot nur um 6.00 früh bekommen würden, würden Sie dann lieber darauf verzichten nur um eine Stunde länger zu schlafen? Und der Lottojackpot kann auf keinen Fall mit einem ordentlich vorbereiteten Jausensackerl mithalten, denn auch mit viel Geld kann man sich seine Gesundheit nicht erkaufen. All jene die täglich Fertigmenüs und Pizzaschnitte und Co mittags zu sich nehmen, die opfern auf Dauer dafür Ihre Gesundheit (Verdauungsprobleme, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Depressionen, usw.).

Das gehört nicht in das Jausensackerl

  • Wurstsemmel(brötchen)
  • Wurstbrot mit viel Butter
  • Jausenwurst
  • Süsse Snacks (wie Schnitten, Milchküchlein, Torten, Kuchen)
  • Naschzeugs (Schokolade, Kekse, …)
  • Schnitzel
  • Viel Fleisch
  • Pizzaecke

Tipps für ein gesundes Jausensackerl

  • Obst
  • Vollkornbrot
  • Leichter Käse
  • Joghurt
  • Schinken
  • dünn Aufgeschnittenes Roastbeef
  • Topfenaufstriche (fettarm)
  • Mozarella
  • Vollkorngebäck
  • Kornspitz
  • Bitterschokolade (mit hohem Kakaoanteil)
  • Studentenfutter
  • Rohkostgemüse
  • Gebratenes Gemüse
  • Salate

Das Ergebnis dieser Auflistung ist eine wahrhaft viel buntere und vielfältigere Auswahl an Speisen als ein sich wöchentlich wiederholendes Mittagsmenü im Restaurant nebenan!

Für Liebhaber von warmen Mahlzeiten zu Mittag

Wer beileibe wirklich nicht mehr viel am Abend essen darf (aus Gesundheitsgründen, Diätgründen oder einfach weil man nicht will) für dem ist die Welt auch gerettet. Denn wer sagt, daß nur Iglo und Co Tiefkühlgerichte zaubern können?

Genauso wie Großbetriebe Tiefkühlkost herstellen, können auch Sie gesunde Gerichte kochen und diese portionsweise in Plastikgeschirr einfrieren. So brauchen Sie in der Früh nur eine Portion aus dem Tiefkühlfach herausnehmen, dazu Obst für Zwischendurch und schon sind Sie gerüstet für den Tag!

Und das Tiefkühlkost-Vorkochen ist nicht einmal ein extra Aufwand für Sie! Warum? Weil wenn Sie regulär kochen (Samstag, Sonntag oder am Abend) kochen Sie einfach gleich eine größere Menge (beim Zweipersonenhaushalt – kochen Sie für Vier) und portionieren nach dem Essen die überbleibenden Mengen. Das ist nicht kompliziert und verursacht dann nicht einmal extra Kochaufwand!

Fit im Job – Essen im Berufsalltag
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