Kaltgepresste Öle

Kaltgepresst – so schmeckt’s!

Kaltgepresste Öle

Kaltgepresste Öle © manipulateur – Fotolia.com

Bei den Ölen muss man zwischen zwei Sorten unterscheiden, nämlich zwischen den kaltgepressten und den raffinierten Ölen. Daher zählt es auch zu den Ernährungslügen, wenn behauptet wird, dass alle Öle gleich gesund und gleich wertvoll für die Ernährung wären. Als gesünder gilt tatsächlich das kaltgepresste Öl – aber was genau bedeutet „kaltgepresst“ eigentlich?

Das macht kaltgepresstes Öl aus

Das kaltgepresste Öl wird alternativ auch als kalt geschlagen oder als nativ (naturbelassen) bezeichnet. Die Besonderheit besteht bei den kalt gepressten Ölen darin, dass im Zuge der Kaltpressung keine Wärmebehandlung wie bei den raffinierten Ölen stattfindet. Allerdings ist die sogenannte Ölausbeute bei den kaltgepressten Ölen geringer als bei den raffinierten Ölen, weil lediglich die einfachen Fette heraus gelöst werden. Die kaltgepressten Öle werden also nur gefiltert und anschließend getrocknet, wobei den Ölen bei diesem Trocknungsvorgang das restliche Wasser entzogen wird.

Die Herstellung von kaltgepresstem Öl

Der aid infodienst informiert über die Herstellung von kaltgepressten Ölen:
„Es gibt zwei Verfahren der Ölgewinnung: die Pressung, mit oder ohne Wärmezufuhr, und die Extraktion. Native Speiseöle werden aus gereinigter, zerkleinerter Rohware durch Pressen ohne Wärmezufuhr gewonnen. Abschließend werden sie lediglich gewaschen und filtriert.
Für die Gewinnung nicht-raffinierter Öle wird die entsprechend vorbereitete Rohware außerdem auf 40 bis 60 Grad erwärmt. Das erhöht die Fließfähigkeit des Öles, eine weitere Hitzezufuhr während der Pressung erfolgt aber nicht. Anders als die nativen Ölem dürfen die nicht-raffinierten Öle zur Verlängerung ihrer Haltbarkeit mit Wasserdampf behandelt werden.“

Die Herstellung von raffinierten Ölen

Raffinierte Öle werden mit Lösungsmitteln behandelt und durchlaufen viele verschiedene chemische Reinigungsprozesse – die sogenannte Raffination. Das Pflanzenöl wird aus den Rohstoffen heraus extrahiert. Bei der Extraktion gelangen Fettbegleitstoffe ins Öl, außerdem muss das Lösungsmittel wieder entfernt werden. Während der Raffination gehen wertvolle Vitamine verloren. Einziger Vorteil vom raffinierten Öl ist die längere Haltbarkeit und die problemlose Erhitzbarkeit.

Warum sind kaltgepresste Öle gesünder?

Kaltgepresste Öle sind vor allem deshalb gesünder als raffinierte Öle, weil bei der Herstellung deutlich schonender als bei den raffinierten Ölen vorgegangen wird. Die Folge ist, dass sowohl mehr Vitamine als auch mehr Geschmacksstoffe und vor allem essenzielle Fettsäuren erhalten bleiben. Und gerade diese essenziellen Fettsäuren sind sehr gesund und gelten als sehr gute Fette.

Das steckt in kaltgepresstem Öl?

Wie bereits kurz erwähnt, bleiben bei den kaltgepressten Ölen durch die schonende Art der Verarbeitung mehr gesunde Inhaltsstoffe wie Vitamine und essenzielle Fettsäuren erhalten. Konkret enthalten die kaltgepressten Öle die Vitamine A und E (fettlösliche Vitamine), verschiedene Mineralien, Enzyme und eben Geschmacksstoffe sowie die einfach und zudem auch mehrfach ungesättigten (essenziellen) Fettsäuren.

Kaltgepresstes Öl in der Küche

Kaltgepresste Öle sind sehr gesund und können mit ihren positiven Eigenschaften auch problemlos in der Küche genutzt werden. Bei der Lagerung sollte man allerdings auf eine möglichst kühle und trockene Umgebung achten. Zudem sollte der Lagerort dunkel sein, weshalb sich auch die Lagerung des Öls in dunklen und zudem luftdicht verschlossenen Flaschen sehr gut eignet. Die kalt gepressten Öle sind vor allen Dingen für die so genannte kalte Küche geeignet. So können die Öle vorrangig als Bestandteil im Salatdressing genutzt werden.

Der Unterschied zwischen „nativ“ und „nativ extra“

Die Angaben auf dem Etikett scheinen teils verwirrend zu sein. Generell dürfen native Öle auch als „kaltgepresst“ bezeichnet werden, wenn Sie nach zuvor genanntem Ablauf nicht raffiniert gewonnen werden. „Nativ extra“ oder „vergine extra“ darf nur für native Olivenöle verwendet werden, wenn besondere gesetzliche Bestimmungen und Qualitätskriterien eingehalten werden.

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