Die Olive ist eine der gesündesten Früchte mit einer langen Historie. Wie Oliven geerntet werden, was in ihnen steckt und wo die Unterschiede zwischen grünen und schwarzen Früchten liegen.

Herkunft der Olive

Die Olive ist eine Frucht mit Tradition. Der erste Olivenbaum wurde vor über fünftausend Jahren geerntet, seitdem wird die grüne oder schwarze Frucht in weiten Teilen der Welt angebaut. Ihr genauer Ursprung wird in Zentralasien vermutet, doch auch aus der ostmediterranen Region könnte die Olive stammen. Klarheit herrscht über die Namensherkunft. Der Name Olive stammt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie Ölbaum. Heute ist die Frucht unter anderem im östlichen Mittelmeerraum kultiviert. Schon die Griechen, Römer, Ägypter und Hebräer schätzten den Ölbaum, der laut einiger Niederschriften schon im 6. Jahrhundert vor Christus als eine wichtige Pflanze galt.

Diese Nährstoffe und Vitamine sind drin

Die kleinen Oliven enthalten eine ganze Menge wertvolle Vitamine, wie zum Beispiel:

  • Retinol
  • Folsäure
  • Beta-Carotin
  • Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren

Hinzukommen sekundäre Pflanzen- und Mineralstoffe und Vitamin K.

Vitamin K ist verantwortlich für die Blutgerinnung und die Knochengesundheit. Außerdem trägt es zu einer guten Durchblutung bei und verbessert das Hautbild. Vitamin E trägt zur Zellerneuerung bei und spielt eine wichtige Rolle im Immunsystem. Daneben hemmt es Entzündungen, fängt freie Radikale und wirkt sich ebenfalls positiv auf die Haut aus.

Sehkraft, Zellenwachstum und Regenerierung der Haut sind nur einige der Bereiche, in denen die enthaltenen Vitalstoffe Beta-Carotin (Provitamin A) und Retinol tätig sind. Die Nährstoffe und Vitamine der Olive sind also ein wichtiger Faktor in der Gesundheit des gesamten Organismus. Dazu tragen auch Spurenelemente wie Eisen und Zink, Ballaststoffe wie Poly-Pentosen und Cellulose und Aminosäuren wie Leucin und Isoleucin bei, die in jeder Olive enthalten sind.

Grüne oder schwarze Oliven – was ist gesünder?

Je nach Reifegrad sind Oliven entweder schwarz oder grün. Je länger die Frucht am Baum hängt, desto reifer und dunkler wird sie – von grün über violett bis schwarz. In diesem Prozess ändert sich auch der Nährstoff- und Fettgehalt sowie natürlich der Geschmack. Die häufig herben, grünen Oliven enthalten mehr Calcium und Magnesium, während die milden, schwarzen Oliven mehr ungesättigte Fettsäuren enthalten.

Zu beachten ist, dass die Oliven aus dem Supermarkt häufig geschwärzt sind. Es handelt es sich dann nicht um natürlich gereifte Früchte, sondern um grüne oder violette Oliven, die mit Farbstoff behandelt wurden. Schädlich ist dies nicht, die positiven Effekte der schwarzen Oliven sind dann allerdings auch nicht vorhanden.

So läuft die Olivenernte ab

Die Ernte und Herstellung von Oliven hat sich seit Jahrhunderten nicht verändert. Sie findet je nach dem gewünschten Reifegrad zwischen Herbst und Winter statt. In den meisten Regionen wird zwischen November und Januar geerntet, entweder per Hand, mit dem Rechen oder durch Abklopfen der Zweige. Bei industriell angebauten Oliven kommen zunehmend auch Rüttelmaschinen zum Einsatz.
Bei der Ernte per Hand werden große Netze ausgelegt. Anschließend werden die Bäume beschnitten, die reifen Oliven geerntet und in Körbe oder Säcke gefüllt. Meist werden die Früchte noch am selben Tag zur Ölmühle transportiert und dort innerhalb von ein bis zwei Tagen weiterverarbeitet.

Zunächst werden die Früchte von Blättern und Ästen befreit und gewaschen. Sollen die Oliven am Stück verkauft werden, können sie anschließend direkt verpackt und an den jeweiligen Zulieferer übergeben werden. Soll Olivenöl hergestellt werden, kommen die Früchte in eine Ölmühle und werden zu einem Brei verarbeitet, der anschließend auf eine Matte aus Nylon (früher Bast) gestrichen wird. Dann werden mehrere Matten übereinandergelegt und der übrige Saft noch einmal ausgepresst.
Zuletzt wird das Olivenöl vom Fruchtwasser getrennt und in Flaschen oder Kanister abgefüllt. Auf diese Weise können aus einem Olivenbaum mit 50 bis 70 Kilogramm Oliven etwa fünf bis zehn Liter Öl hergestellt werden.

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