Für die meisten Menschen gehört die morgendliche Tasse Kaffee einfach dazu und ist zum angenehmen Ritual im Alltag geworden. Das dunkle Heißgetränk mit dem aromatischen Geschmack macht wach, hebt die Stimmung und erhöht sogar die Aufmerksamkeit und Konzentration des Kaffeetrinkers.

Täglicher Kaffeekonsum: Gesundheitsschädigend?

Manche glauben, dass der tägliche Kaffeekonsum gesundheitsschädigende Auswirkungen erzielt. Allerdings sind sich Wissenschaftler nach zahlreichen Studien und Untersuchungen weitestgehend darüber einig, dass das tägliche Trinken von 3 bis 4 Tassen Kaffee gänzlich unbedenklich ist und der Gesundheit keinesfalls schadet. Ganz im Gegenteil: Der regelmäßige Genuss von Kaffee verringert sogar das Risiko an Diabetes Mellitus Typ 2 zu erkranken. Demnach spricht nichts gegen den Genuss der morgendlichen Tasse Kaffee oder das Kaffeeerlebnis zu einer anderen Tageszeit.

Koffein – der Muntermacher

Der individuelle Kaffeekonsum ist sehr unterschiedlich ausgeprägt und daher ist es auch für Experten sehr schwer, hinsichtlich des Kaffeekonsums Faustregeln für das perfekte Maß zu entwickeln. Während die einen ohne ihren Espresso am Morgen erst gar nicht wach werden, bevorzugen die anderen eher koffeinhaltige Energy-Drinks, die die Überschreitung des typischen Tagestiefes vorantreiben. Doch welche Dosis ist noch gesund und ab wann setzt der Punkt ein, an dem man von einer Sucht des Genussmittels „Kaffee“ sprechen kann? Experten gehen mit der Meinung konform, dass der bewusste Konsum des Muntermachers Kaffees der menschlichen Gesundheit zuträglich ist – sofern dieser Konsum in Maßen stattfindet. Kaffee wirkt nämlich auf den menschlichen Körper anregend, erhellt die Stimmung und macht wach. Ein ebenfalls nicht zu unterschätzender Aspekt: Kaffee ist ein Genussmittel, dessen Geschmack vielen Menschen zusagt und weltweit sehr gerne getrunken wird. So gehört das Getränk rund um die schwarze Kaffeebohne zu den international am häufigsten konsumierten Getränken.
Wer Kaffee nicht gut verträgt und trotzdem nicht auf Koffein verzichten möchte, findet in einer Vielzahl an Nahrungsmitteln und Produkten diesen bekannten Muntermacher wieder. Ein hoher Anteil an Koffein versteckt sich beispielsweise in Softgetränken wie Cola und Red Bull; aber auch in Tee und in der Kakaopflanze ist Koffein in einem relativ hohen Anteil enthalten.

Wie viel Kaffee ist gesund?

Nach medizinischen Studien verträgt ein Erwachsener über den Tag verteilt etwa 400 Milligramm Koffein pro Tag sehr gut. Das entspricht etwa drei bis vier Tassen Kaffee am Tag. Wer täglich mehr als vier Tassen Kaffee konsumiert, sollte nach und nach seinen Verbrauch drosseln bzw. reduzieren, um gesundheitsschädigende Effekte zu vermeiden.
Denn ein zu exzessiver Kaffeegenuss kann durchaus negative Auswirkungen hervorrufen und schädlich sein. Das beginnt bei Schlaflosigkeit, erhöhten Blutdruck und Unwohlsein und endet bei Magenproblemen und Übelkeit. Ein zu hoher Kaffeekonsum kann sogar die Fruchtbarkeit minimieren und ist bei schwangeren Frauen drastisch zu reduzieren. Denn das Koffein gelangt durch die Plazenta in das Blut des Fötus und kann diesen schädigen.
Doch wer seinen Kaffee in Maßen genießt, braucht diese Risiken und Nebenwirkungen nicht zu befürchten und kann die muntermachenden Effekte des Kaffees für sich positiv nutzen. Zudem konnte durch verschiedene Studien wissenschaftlich nicht bestätigt werden, dass sich Kaffee negativ auf das Herz-Kreislaufsystem auswirkt, so dass der Kaffeegenuss in Maßen ohne Reue vollzogen werden kann.

Die Wirkung von Koffein

Koffein ist der primäre Wirkstoff im Kaffee, der dafür sorgt, dass der Kreislauf in Schwung gebracht wird, die Stimmung sich erhellt und durch seine anregende Wirkung den Körper dabei hilft, kleine Leistungstiefs zu überwinden. Doch ein übermäßiger Konsum von Koffein kann Nebenwirkungen hervorrufen, die sich auf die Wirkungsweise des Stoffes begründen. Koffein benötigt ungefähr eine halbe Stunde, um in den Blutkreislauf zu gelangen und besitzt eine Halbwertszeit von rund vier Stunden. Danach wird der Stoff mit dem Urin ausgeschieden.

Das Wirkungsspektrum ist wie folgt:

  • Wirkt sich in geringer Dosis stimulierend auf die Psyche aus.
  • Verbessert die Konzentration, Merkfähigkeit und Aufmerksamkeit.
  • Beseitigung von Müdigkeitserscheinungen
  • Kurzfristige Steigerung der Lernfähigkeit
  • Bei hoher Dosis Erhöhung des Blutdruckes und kräftiger Herzschlag
  • Gefäßverengung im Gehirn (lindert z.B. Migräne)

Wenn die menschlichen Nervenzellen aktiviert werden, wird hierfür Energie benötigt. Beim Energieverbrauch entsteht bei jedem Menschen das Nebenprodukt Adenosin, welches einer Reizüberflutung entgegenwirkt. Je mehr Energie verbraucht wird, umso mehr Adenosin bildet sich. Ähnlich verhält es sich auch mit Koffein. Denn Koffein dockt an den gleichen Rezeptoren an wie der Nebenstoff Adenosin. Mit einem Unterschied: Während Adenosin die Reizaufnahme hemmt, geschieht das bei Koffein nicht. Stattdessen arbeiten die Nervenzellen unter Koffeineinfluss weiterhin auf Hochtouren.

Wer es mit dem Koffeinkonsum übertreibt, kann eine Reihe von Nebenwirkungen erleiden. So sind Schlafstörungen, Nervosität, Übelkeit, Magen-Darm-Beschwerden und Kopfschmerzen keine Seltenheit. Wer diese Beschwerden nach dem Kaffeegenuss feststellt, sollte auf Kaffee über einen gewissen Zeitraum verzichten.

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