So bitter ist Bitter

Bitter wird oft als unangenehm oder mit giftig assoziiert. Und das ist gut so, denn der angeborene Geschmackssinn für Bitteres soll naturgemäß vor dem Verzehr von giftiger Nahrung schützen. Doch bitter kann auch richtig gut schmecken.

25 Geschmacksrezeptoren

Nur 25 Geschmacksrezeptoren entscheiden darüber, ob wir etwas als Bitter schmecken. Diese Bitterrezeptoren sitzen auf der Zunge im Bereich des Gaumens, des Rachens und des Kehlkopfs. Bitterstoffe kommen zahlreich in der Natur vor oder entstehen auch bei der Verarbeitung von Lebensmitteln.

Bitterstoffe

Im Labor haben Wissenschaftler untersucht, wie die Bitterstoffe von den Rezeptoren erfasst werden. Dabei wurde festgestellt, dass die einzelnen Rezeptoren quasi auf unterschiedliche Bitterstoffe „anspringen“. Weiters wird das „Bittersignal“ erst dann ausgelöst, wenn ein bestimmter Schwellenwert erreicht wird.

Giftig

Strychnin oder Brucin (beides tödliche Gifte im Milligrammbereich) haben unterschiedliche Schwellen, ab denen die Rezeptoren „bitter“ alarmieren. „Interessanterweise entspricht die Konzentration, bei der Strychnin wahrgenommen wird, in etwa der natürlichen Konzentration, in der dieses im Samen der Brechnuss vorkommt.“ informiert der aid infodienst.

Bitter kann auch gesund sein

Bitter muß nicht nur giftig sein. Denn in den pflanzlichen Bittersubstanzen sollen auch voll bioaktiver Wirkstoffe sein. Ein kurze Liste über Bitterstoffe in Lebensmitteln gibts nachfolgend:

  • Radicchio, Endivien, Chicorree
  • Grapefruit, Zitrone
  • Amarant
  • Thymian
  • Lorbeeblätter, Majoran, Rosmarin
  • usw.

Informationsquelle: aid infodienst
Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirtschaft e. V.

Warum Bitter nach Bitter schmeckt…
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