Essen als Zeitvertreib oder Nebenbeschäftigung

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Essen im Alltag

Die einen essen weil Ihnen fad ist, die anderen essen nebenbei, weil „Wichtigeres“ den Alltag bestimmt. Früher war das völlig anders. Denn damals bestimmte Essen den Alltag. Von der Jagd nach Essbarem, über die Zubereitung, bis hin zur Vorratshaltung gleicht Essen einem Überlebenskampf. Heutzutage haben wir das nicht mehr notwendig! Gut so! Oder doch nicht?

Starben früher (und auch heute noch!) Leute an Hunger und Unterernährung, da nicht genug Nahrhaftes vorhanden war (ist), kränkeln hierzulande viele am Zuviel. Essen als Zeitvertreib und Essen als Nebenbeschäftigung führt immer zu ungesundem Vollstopfen. Die Zeit für die Wahl und Zubereitung der Nahrungsmittel wird nur mehr als lästige Arbeit angesehen. Convenience Produkte, Fertigkost und Halbfertigprodukte erleben eine Hochkultur, verringern Sie doch Kochzeit (=lästig) wesentlich. Bezahlt wird dies meist über kurz oder lang mit der eigenen Gesundheit. Die Statistiken unserer Zivilisationskrankheiten beweisen es.

Da diskutiert man lieber über die Verteuerung von Lebensmitteln, die Preise beim Bäcker (Milchpreise, usw.) und die Höhe der Krankenkassenbeiträge, statt sich drauf und dran zu machen, möglichst viele natürliche Lebensmittel selbst zu leckeren Speisen zu veredeln. Wie man Gemüse zubereitet, Brot backt, Nahrungsmittel konserviert und andere großmütterliche Techniken, gerät zusehends in die Vergessenheit. Was Oma noch wusste, ist heute nicht mehr gefragt. Mit Fritteuse und Mikrowelle gehts ja doch am schnellsten.

Doch ist und bleibt jeder selbst Herr seines Schicksals. Statt Wellness-Wahn, Fitnessexzessen, Vitamintabletten und sonstigen halbherzigen Naturkunde-Entspannungsmethoden, wäre ein Umdenken bei der Nahrungsaufnahme und Nahrungszubereitung wesentlich billiger und effektiver. Das man sein Gesundheitsgewissen schnell mit Geld bezahlten Alibi-Gesundheitsmaßnahmen beruhigt, klappt bislang nur so lange, bis ein Arztbesuch den nächsten jagt.

Konklusion: Rechtzeitig umsteigen, umdenken und dem Essen wieder jene Aufmerksamkeit würdigen, die es jahrtausende unsere Vorfahren bis in die jüngere Vergangenheit getan haben. Statt jahrtausende alte Medizinweisheiten würde das zu wesentlich höherem gesundheitlichem Erfolg führen.
Und das Gute an der Sache ist: Essen macht dann wieder echt Spaß, denn natürliche und selbst zubereitete Speisen schmecken authentischer. Die Achtung vor dem Nahrungsmittel steigt, weil diese im „Schweiße des Angesichts“ zubereitet wurden. Statt Nebenbei oder aus Fadesse, lieber Essen als gesundheitsfördernde Wohltat – dass sollte das Motto sein.

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