Riesiges Angebot – aber um welchen Preis?

Heuzutage ist das Angebot an Obst und Gemüse geradezu unüberschaubar. Im Supermarkt oder am Markt bekommt man zu jeder Zeit Obst und Gemüse auch außerhalb der Saison. Zum Vorteil einerseits, da es damit für Sie einfacher ist, auch im Winter Obst und Gemüse einzukaufen. Andererseits zum Nachteil, da vieles Obst und Gemüse tausende Kilometer Transportwege hinter sich hat und dadurch naturgemäß an Qualität einbüßt. Die Anbauarten (Einsatz von Chemie, usw.) aus fremden Ländern sind dabei noch nicht berücksichtigt.

Tipp 1: Heimische Sorten bevorzugen

Generell sollte natürlich bevorzugt heimisches Obst und Gemüse auf den Teller kommen. Achten Sie deshalb beim Einkauf, woher die Ware stammt. Hat das Produkt derzeit Saison, dann sollten Sie auf jeden Fall zum Heimischen greifen. Denn dann werden lange Transportwege vermieden und meist ist auch das Produkt absolut frisch im Regal oder am Markt.

Ein Vorteil an heimischer Ware ist natürlich nicht nur der ökologische (kurze Transportwege) Aspekt, sondern vor allem die Frische des Gemüses oder Obstes. Bevorzugt man saisonale Produkte aus der Region, ist dies auch deshalb schon garantiert, da diese aufgrund der kurzen Lagerung und des kurzen Transportes noch einen hohen Vitamingehalt haben.

Tipp 2: Auf Frische achten – das Um und Auf beim Kauf!

Jeder kennt das: Der Blattsalat im Laden sieht schon verwelkt aus. Bleibt keine andere Wahl, ist dies natürlich noch immer besser, als auf den Salat zu verzichten. Verwelktes oder lange herumliegendes Obst und Gemüse ist heutzutage meist schon die Seltenheit, glücklicherweise.
Trotzdem sollten Sie beim Einkauf vor allem darauf achten, daß das Produkt möglichst frisch und knackig aussieht. Dabei sollten Sie sich aber nicht immer vom Äußeren täuschen lassen. Oft werden hochglänzende Äpfel mit Wachszusätzen glänzend gemacht. Meist lohnt es sich deshalb, einige Schritte mehr zu gehen, um zum Beispiel am Wochenmarkt einzugehen.

Um auf den Punkt zu kommen: Lassen Sie sich Zeit beim Auswählen. Nehmen Sie sich die Zeit, die Ware anzuschauen und zu vergleichen. Wenn Sie im „Vorbeigehen“ einkaufen, werden Sie höchstwahrscheinlich daheim enttäuscht sein, weil es nicht schmeckt oder vielleicht nicht mehr so frisch ist.
Auf Wochenmärkten verkaufen oft auch (Bio-)Bauern aus der Region ihre Ware.

Tipp 3: Bevorzugen Sie Bioware

Bio ist nicht Bio – das haben auch Sie wahrscheinlich schon bemerkt. Viele Bio-Produkte unterscheiden sich von normalen Produkten rein durch den Aufdruck. Was dahinter steckt, das sollte man oft lieber nicht nachfragen.
Aber: Wenn Sie die Möglichkeit haben im kleinen Bioladen oder am Biomarkt einzukaufen, dann werden Sie schnell herausfinden, ob die Äpfel, Karotten oder der Salat wirklich bio sind. Sie kaufen dann fast direkt oder gleich direkt beim Erzeuger ein, der Ihnen vielleicht sogar sagt, wie sein Gemüse angebaut wird.
In vielen Städten gibt es auch regionale Hofläden, in denen Biobauern und Bauern sich zu einer Gemeinschaft zusammengeschlossen haben, die dann ihre selbst erzeugten, bodenständigen Produkte verkaufen. Diese Produkte sind garantiert weniger mit Schadstoffen belastet, als jene die von Übersee oder von weit her kommen.
Kaufen Sie daher lieber Äpfel aus der Region, als Äpfel aus Argentinien oder Kartoffeln aus Ägypten. Das bringt nicht nur der Umwelt weniger Belastung, sondern bringt vor allem Ihrer Gesundheit viel mehr.

Tipp 4: Billig ist nicht immer günstig

Sparen wo es geht – es bleibt heute vielen Menschen nichts anderes übrig. Aber: Sparen beim Essen, bedeutet immer Qualitätsverlust. Denn wenn man 1 kg Gemüse oder Obst um 50 % verbilligt anbietet, dann ist das vielleicht einmal ein Schnäppchen, aber das bleibt meist die Ausnahme. Denn Preisknüller sind großteils Produkte, die oft von weit her kommen oder schon lange auf Lager liegen. Beides büßt an Qualität ein.
Sparen Sie lieber beim Flachbildfernseher oder bei der Hifi-Anlage, als daß Sie beim Essen sparen. Denn billiges Essen einkaufen bedeutet so gut wie immer, an Qualität zu sparen. Und Ihrer Gesundheit zuliebe sollten Sie Ihrem Körper nur höchste Qualität zuführen.

Tipp 5: Salat eßfertig – bequem, aber oft nicht frisch

Eßfertiger Salat ist in den letzten Jahren modern geworden, einerseits weil viele zu bequem geworden sind, um Salat essfertig vorzubereiten, andererseits weil oft die Zeit fehlt. Eßfertiger Salat ist jedoch auf keinen Fall eine Alternative zu richtigem, frischen Salat. Eßfertiger Salat wird lange bevor Sie ihn essen, zerteilt. Das bedeutet, daß durch den Zerkleinerungsprozeß schon gesunde Inhaltsstoffe verloren gehen.
Eßfertiger Salat wird zudem noch industriell fertig verpackt und liegt einige Zeit im Kühlregal. Tests von Konsumentenschutzvereinen haben oft schon einige solcher Produkte beanstandet. Kaufen Sie lieber ein richtiges „Salathäupel“.

Denken Sie daran: Frischer Salat und frisches Gemüse sind und bleiben das Gesündeste.

Obst und Gemüse einkaufen – aber richtig!
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