Synonyme: Lauchkraut

Allgemeines: Die Knoblauchsrauke ist eine krautige ein- bis zweijährige Pflanze. Sie riecht typisch nach Knoblauch. Die Stängel sind aufrecht wachsend. Sie können einfach oder verzweigt sein. Die Knoblauchsrauke kann eine Höhe zwischen 30 und 80 cm erreichen. Die Blätter sind eiförmig dreieckig. An der Basis sind sie herzförmig. Die Blattränder können gezähnt sein. Die Blüten bestehen aus vier weißen Kronblättern. Diese sind 5 bis 6 mm lang. Sie erscheinen von Mai bis Juli. Die Blüten bilden Doldentrauben. Die Früchte erscheinen in aufrechtstehenden Schoten.

Wirkstoffe: In der Knoblauchsrauke sind neben Glykosiden auch Gerbstoffe, Schwefelverbindungen und ätherische Öle vorhanden.

Verbreitung/Standort: Ihren Ursprung hat die Knoblauchsrauke in Asien. Heute ist die Pflanze in ganz Europa beheimatet. Bevorzugt wächst die Knoblauchsrauke in Wäldern, auf Waldlichtungen und an schattigen Waldrändern. Sie ist bis in Höhe von 1700 m zu finden. Der Boden muss durchlässig, sandig bis lehmig sein.

Ernte: Die Pflanze kann zwischen Mai und Juli gesammelt werden. Für die Verwendung in der Küche sollten die jungen Blätter im Frühjahr geerntet werden. Ansonsten erfolgt das Sammeln während der Blütezeit. Die Knoblauchsrauke sollte im frischen Zustand verwendet werden, da die getrockneten Teile an ihrer therapeutischen Wirkung verlieren.

Gesundheit: Die Knoblauchsrauke soll eine auswurffördernde, harntreibende, reinigende und entzündungshemmende Wirkung besitzen. Das Kraut soll bei seiner Anwendung Infektionen beseitigen. Äußerlich angewendet soll sie bei der Behandlung von Ekzemen helfen. Aufgebrühte Tees aus den Blättern und Stängeln werden für Umschläge verwendet.

Küche: In der Küche finden nur die jungen Blätter und Wurzeln Verwendung. Durch ihren milden Knoblauchgeschmack werden sie zur Verfeinerung von Salaten, Saucen und Füllungen eingesetzt. Die Wurzeln können normal wie Meerrettich verwendet werden.

Knoblauchsrauke Alliaria petiolata
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