Vorsicht Lebensmittel - Teil 2

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Bitte nur gar verzehren

Abgesehen davon, dass es, wie das obige Beispiel zeigt, ratsam sein kann, bestimmte Lebensmittel vor dem Verzehr zu erhitzen, um sie von Parasiten zu befreien, kann das Erhitzen bestimmter Lebensmittel auch aus einem anderen Grund angeraten sein. Manche Lebensmittel erhalten im Rohzustand schädliche Stoffe. Dies kann auch bei Pilzen wie zum Beispiel beim Hallimasch und dem Perlpilz der Fall sein. Ein weiteres gängiges Beispiel sind grüne Bohnen, die im rohen Zustand Lectin enthalten, das für den Menschen schädlich ist. Auch Kartoffeln verspeisen Sie lieber gekocht: Dies schmeckt nicht nur besser und ist leichter bekömmlich, sondern löst auch das in der Kartoffel enthaltene Solanin. Bei anderen Lebensmitteln wie etwa Hähnchenfleisch ist das Durchgaren wichtig, damit Sie sich vor Salmonellen und Co. schützen können. Auch Speisen, in denen Sie rohe Eier verarbeiten, sind anfällig für eine Salmonellenbelastung. Verzichten Sie im Sommer am besten auf diese Speisen: Die warmen Temperaturen sorgen für ein schnelles Verderben.

Zusatzstoffe vermeiden

Zusatzstoffe befinden sich heutzutage in einer Vielzahl verarbeiteter Lebensmittel. Für den Verbraucher wird dieses unter anderem durch die Listen auf Lebensmittelverpackungen ersichtlich. Oft ist wenig Natürliches in Fertigprodukten und Co. zu finden, obwohl die Werbung das Gegenteil suggeriert. Seien Sie hier kritisch und suchen Sie bei Bedarf nach Produkten, die tatsächlich ohne Zusatzstoffe auskommen.

Dies kann auch Ihrer Gesundheit dienen: Bestimmte Zusatzstoffe stehen unter anderem im Verdacht, Allergien bzw. Pseudoallergien auszulösen. Auf www.zusatzstoffe-online.de finden Sie mehr Informationen zu Zusatzstoffen sowie eine informative Datenbank. Zusatzstoffe lassen sich am besten vermeiden, wenn Sie selbst frisch kochen. Verzichten Sie dabei auch möglichst auf Zutaten wie fertige Gewürzmischungen, die wiederum Zusatzstoffe wie Geschmacksverstärker enthalten können.

Obst und Gemüse: Was tun gegen Pestizide?

Obst und Gemüse ist zwar grundsätzlich gesund, in der Landwirtschaft finden allerdings häufig Pestizide ihren Einsatz, die Sie möglichst nicht in hohen Dosen aufnehmen sollten. Waschen Sie daher Obst und Gemüse immer gründlich, bevor Sie es verzehren. Auch das Abbürsten ist empfehlenswert: Durch diese Maßnahme können Sie viele Verunreinigungen, die sich in den Strukturen von zum Beispiel Obstschalen verbergen, entfernen. Wer noch mehr Sicherheit wünscht, kann das Obst auch schälen oder garen. Beides kann allerdings dazu führen, dass Obst und Gemüse wichtige Nährstoffe verlieren. Die Verbraucherschutzzentrale Nordrhein-Westfalen empfiehlt neben der Reinigung, dem Garen und übrigen Vorsichtsmaßnahmen zudem den Kauf von Obst und Gemüse aus ökologischem Anbau. Natürlich reinigen Sie allerdings auch dieses Obst und Gemüse bitte, bevor Sie es essen.

Exotik im Kühlschrank

Bei einigen Lebensmitteln sollten Sie Vorsicht hinsichtlich der Dosierung walten lassen. Dies gilt nicht nur für zu süße oder zu fettige Lebensmittel, sondern auch für mancheine natürliche und kalorienarme Zutat, die wir wie selbstverständlich benutzen. Das beste Beispiel hierfür ist die Muskatnuss, die zum Beispiel so manch ein Kartoffelgericht entscheidend verfeinert. Denken Sie allerdings bitte daran, dass Muskatnuss bei hohen Dosierungen von ein paar Gramm giftig wirkt. Halluzinationen, Übelkeit, Kopfschmerzen und ähnliche gesundheitliche Beeinträchtigungen können auftreten. Achten Sie in jedem Fall darauf, dass Kinder keinen Zugang zur Muskatnuss haben: Sie nehmen gerne alles in den Mund und können schon bei geringen Dosen lebensbedrohlich vergiftet werden.

Ein weiteres Beispiel dafür, dass die Dosis das Gift machen kann, liefert die exotische Tonkabohne. Sie wird in der modernen Küche dank ihres Vanillearomas mittlerweile gerne als Zutat für Parfaits und andere Nachspeisen verwendet. Lange Zeit war sie allerdings in Deutschland verboten, da sie Cumarin enthält. Dieser Stoff kann in größeren Mengen gesundheitsgefährdend sein. Cumarin ist übrigens auch in Zimt und Waldmeister enthalten. Es empfiehlt sich daher, Tonkabohne, Waldmeister und Zimt, der auch in vielen verarbeiteten Lebensmitteln seinen Einsatz findet, sparsam zu verwenden und sich bei Bedarf nach empfohlenen Höchstdosen zu erkundigen.

Ware vom anderen Ende der Welt

Obst und Gemüse, das vom anderen Ende der Erde in unsere Supermärkte gebracht werden muss, hat keine gute Umweltbilanz: Der Transport belastet die Umwelt mit Co2. Dies gilt auch für manches Biogemüse, das erst weite Strecken zurücklegen muss, bis es zu seinem Bestimmungsort gelangt ist. Nicht immer ist es leicht, sich regional und saisonal zu ernähren. Allerdings kann auch schon ein kleiner Verzicht – wie etwa der auf Erdbeeren im Winter – ein erster Schritt sein. Wer nicht für jedes Obst und Gemüse die Saisonzeitenkennt, kann hier einen Saisonkalender einsehen.

Allgemeine Risiken und Lebensmittelskandale

Die allgemeinen Risiken, die sich beim Verzehr von Lebensmitteln ergeben, lassen sich nicht einer bestimmten Speise oder einer Zutat zuweisen. Lebensmittel werden gehandelt, verarbeitet und weiterverkauft. Bei diesen Prozessen kann es auch einmal zu Problemen hinsichtlich der Qualität und Unversehrtheit der Lebensmittel kommen. In den Betrieben, die Lebensmittel verarbeiten oder für den Verkauf vorbereiten, können zum Beispiel hygienische Mängel auftreten. Verunreinigungen oder Vorkommnisse von Bakterien können die Konsequenz sein. Auch sind die Verpackungen von Lebensmitteln manchmal
fehlerhaft. Auf www.lebensmittelwarnung.de finden Sie aktuelle Lebensmittelwarnungen der deutschen Bundesländer.

Die Vergangenheit hat leider gezeigt, dass es trotz großer Vorsichtsmaßnahmen immer wieder zu Lebensmittelskandalen kommt. Man denke beispielsweise an Dioxin in Nutztiernahrung, Gammelfleisch, EHEC, BSE und Antibiotika im Fleisch. Komplett schützen können Sie sich als Verbraucher vor solchen Risiken nicht, da diese Skandale oft erst an das Tageslicht kommen, wenn es bereits zu spät ist. Als Verbraucher können Sie allerdings durch Ihr Kaufverhalten Einfluss auf die Lebensmittelindustrie ausüben und sich durch Verfolgen der Berichterstattung über neue Risikolagen informieren.
Hier gehts zum Teil 1 zurück!

Autor: Thomas Wusatiuk, Redakteur (u.a. für das GuteGutscheine-Portal und für diverse Online-Magazine), hat sich dem Thema Ernährung & Lebensmittel angenommen.

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