Dass Honig eine heilkräftige Wirkung besitzt, war bereits in der Antike bekannt: Schon der berühmte griechische Arzt Hippokrates behandelte schlecht heilende Wunden mit der süßen Medizin. Besonders reich an Wirkstoffen ist der aus Neuseeland stammende Manuka Honig, der in den letzten Jahren in Reformhäusern und Bio-Märkten zum Star avanciert ist. Als klassischer Baumhonig schmeckt er malzig-herb und würzig mit einer leichten Schärfe. Er stammt aus dem Nektar des Manuka-Strauches, der auch als „Südseemyrte” bekannt ist. Der bis zu vier Meter hohe Strauch gedeiht vor allem auf der Nordinsel Neuseelands an Waldrändern, Flussufern und an Hängen. Die mit dem australischen Teebaum eng verwandte Pflanze kommt gut auf nährstoffarmen Böden zurecht, benötigt aber ausreichend Feuchtigkeit. Hier erfahren Sie, welch heilsame Kraft in dem Honig steckt, den die neuseeländischen Bienen vor allem in entlegenen Bergregionen sammeln.

Die vielfältigen Wirkungsweisen von Manuka Honig

Bei den Maori, den Ureinwohnern Neuseelands, ist Manuka Honig bereits seit Jahrtausenden als unverzichtbares Heilmittel bekannt. Auch die Farmer verfüttern den Honig seit Langem an ihre Kühe, um sie widerstandfähiger gegenüber Krankheiten zu machen. Vor etwa 30 Jahren konnten die vielfältigen Wirkungsweisen des Manuka Honigs auch im Labor belegt werden. Das süße Naturprodukt besitzt:

  • sowohl antibakterielle
  • als auch antivirale
  • und fungizide Eigenschaften.

Besonders wertvoll für die Hausapotheke macht den Honig, dass sich bei seiner Anwendung – im Gegensatz zu herkömmlichen Antibiotika – keine Resistenzen bilden, die Superinfektionen begünstigen. Die Naturheilkunde schätzt außerdem die antiseptischen, antioxidativen und wundheilenden Kräfte des Manuka Honigs.

Äußere Anwendung von Manuka Honig

Manuka Honig ist ein echtes Allroundtalent. Äußerlich angewendet, hilft er bei einer Vielzahl von Beschwerden. Besonders bemerkenswert ist seine positive Wirkung auf die Wundheilung: Dafür trägt man den Honig auf die betroffene Stelle auf und bedeckt sie anschließend mit einem Mullverband. Darunter entzieht der im Honig enthaltene Zucker den Bakterien das lebenswichtige Wasser und entfaltet zugleich seine desinfizierende Wirkung, die eine Ausbreitung der Keime verhindert.

Gerne wird Manuka Honig bei Hautproblemen angewandt: Wer unter Akne, Pickel oder Neurodermitis leidet, sollte die betroffenen Hautareale regelmäßig mit Manuka Honig bestreichen. Gute Erfolge lassen sich so auch bei Herpes oder anderen Pilzinfektionen erzielen.

Trotz seines hohen Zuckergehalts empfiehlt sich Manuka Honig für die Anwendung im Mund. Seine antibakterielle Wirkung kann Karies vorbeugen und Zahnfleischprobleme lindern.

Als „Notfallmittel”, das abschwellend und kühlend wirkt, stellt Manuka Honig für die Behandlung von Insektenstichen und Sonnenbrand eine probate Wahl dar.

Wann kann Manuka Honig innerlich angewandt werden?

Nicht nur in der kalten Jahreszeit helfen ein bis drei Löffel Manuka Honig täglich, das Immunsystem zu pushen. Wen trotzdem eine Erkältung erwischt hat, sollte dreimal täglich einen Teelöffel Honig auf der Zunge zergehen lassen. Alternativ kann man den Honig in lauwarmem Tee auflösen und diesen schluckweise trinken. Begleiten eine Nasennebenhöhlenentzündung und Schnupfen die Erkältung, empfiehlt es sich, die inneren Nasenwände mit Honig zu bestreichen oder Nasenduschen zu machen.

Eine wertvolle Hilfe stellt Manuka Honig bei Problemen im Magen-Darm-Trakt dar. Wer beispielsweise unter einer Heliobacter-Infektion leidet, sollte mehrmals täglich einen Löffel Honig unabhängig von den Mahlzeiten zu sich nehmen.

Zur Behandlung einer schmerzhaften Blasenentzündung wird der Manuka Honig am besten in Tee aufgelöst.

Wie erkennt man echten Manuka Honig?

In dem Maße, wie die Nachfrage nach Manuka Honig weltweit gestiegen ist, hat sich auch die Menge an gefälschtem Honig stark erhöht. Zum Glück können Verbraucher echten Manuka Honig aber leicht erkennen: Hochwertiger Honig, der in Neuseeland abgefüllt wurde, trägt das Siegel UMF (Unique Manuka Factor): Dieses zeigt in Verbindung mit einer Zahl den Gehalt des antibakteriellen Wirkstoffs Methylglyoxal an. Auf Honiggläsern, die erst in Deutschland befüllt wurden, informiert der MGO-Gehalt über den Wirkstoffgehalt. Ein UMF von 15 entspricht beispielsweise MGO 514 und zeugt von hervorragender Qualität. Prinzipiell sollte der MGO-Gehalt von Manuka Honig nicht unter dem Wert von 400 liegen. Diesen halten in der Regel die Produkte ein, die Sie im Reformhaus oder im Naturkostladen kaufen können. Online haben wir eine gute Quelle bei natrea.de gefunden, auch hier wird Manuka Honig mit einem Wert von MGO 400+ angeboten.

Manuka Honig – süßes Wunder aus Neuseeland
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