Alles steirisch oder was?

Schwarz, nussig und überaus beliebt – Kürbiskernöl. Die Wahrheit einer jeden Flasche Kürbiskernöl steckt, wie der Name schon sagt, in den Kürbiskernen. Steirisches Kürbiskernöl ist damit in aller Munde, denn man ist auf den Geschmack gekommen. Doch hinter den Kürbiskernen, die zum Kürbiskernöl gepresst werden, steckt oft eine ganz andere Herkunft als man vermuten würde. Dies zeigt eine jüngste Untersuchung des Vereins für Konsumenteninformation.

Kürbiskerne – Herkunft oft ungewiss

Das Ergebnis der Untersuchung des VKI war, dass nicht alle Kürbiskerne steirischer Herkunft sind, obwohl auf vielen Flaschenetiketten mit dem Slogan einer steirischen Spezialität geworben wird. Insgesamt untersuchte der VKI 26 Kernöle. „Bei 16 von 26 Produkten ist die Herkunft der Kerne laut Etikett fraglich“ so der VKI.

Internationale Kürbiskerne

„Auch auf ausdrückliche schriftliche Nachfrage gaben sich die meisten Hersteller bedeckt. sieben Produzenten antworteten gar nicht bzw. wollten sich nicht zur Herkunft der Kerne äußern.“ so der VKI. Einige Erzeuger nannten Anbaugebiete von Ungarn über Kroatien, Russland bis hin nach China.

Qualität – das kostet!

Grund für die Herkunft der Kürbiskerne aus den verschiedensten Ländern, mag wohl die gestiegene Produktionsmenge sein. War vor wenigen Jahren das Kürbiskernöl eine echte Spezialität, steht diese heutzutage in allen Regalen. Daher entscheidet sich echte Kürbiskernqualität nur über den Preis. „Steirisches Kürbiskernöl g.g.A.“ (geschützte geographische Angabe) sollte Gewissheit geben, denn diese garantiert, dass die verwendeten Kürbiskerne aus der Steiermark, Niederösterreich oder Burgenland stammen müssen. „Man sollte sich von blumigen Aussagen nicht in die Irre führen lassenund genau auf das Etikett achten“, so der Rat der „Konsument“ Ernährungswissenschafterin Birgit Beck.

Kernöl Tipps

  • Qualität: Echt steirisches Kernöl muß zähflüssig, dunkel und nussig sein. Schlechte Qualität ist dünnflüssig und bräunlich, mit muffigem Geschmack.
  • Ablaufdatum: Kernöl ist bis zu einem Jahr haltbar, in ungeöffnetem Zustand. Ist das Ablaufdatum kürzer, steht es schon lange im Regal.
  • Aufbewahrung: Wie jedes hochwertige Öl: lichtgeschützt, kühl und dicht verschlossen. Nach dem Öffnen zügig verbrauchen.

Infoquelle: Verein für Konsumenteninformation, Linke Wienzeile 18, 1060 Wien

Kürbiskernöl – kernig aber nicht steirisch
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