Falsche Fette am Speiseplan

Nicht nur zuviel sondern meist auch noch das „falsche“ Fett steht hierzuland auf unseren Speiseplänen. Was sich zu Weihnachten im Braten und Keksen versteckt, findet sich in der Faschingszeit und Ballsaison in Krapfen, kalten Platten und zahlreichen anderen köstlichen Verlockungen. Doch die neue Devise heist Austausch statt Verzicht oder eine Reduktion der gesättigten Fettsäuren.

Fettsäurebilanz

Zahlreiche Köstlichkeiten tragen nicht unbedingt zu einer ausgeglichenen Fettsäurebilanz bei. Dabei ist es jedoch empfehlenswert, die Aufnahme der mehrfach ungesättigten Fettsäuren zu erhöhen und gleichzeitig die der gesättigten Fettsäuren, vorallem in tierischen Fetten, zu reduzieren.

Gerade die Zufuhr von mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist besonders wichtig. Sie können vom Körper selbst nicht hergestellt und müssen daher regelmäßig über die Ernährung aufgenommen werden. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind zum Beispiel für Wachstum und Regeneration der Zellen notwendig und haben positiven Einfluss auf das Cholesterin.

Ernährungsbericht & Empfehlungen

Nach den Ernährungsrichtlinien der ÖGE (Österreichische Gesellschaft für Ernährung) sollte Fett bis zu 30-35 Prozent der täglichen Energieaufnahme ausmachen (das entspricht ca. 60 g Fett bei Frauen bzw. 80 g Fett bei Männern, natürlich vorzugsweise in Form von mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Doch von diesen Idealwerten sind wir häufig ein Stück entfernt. Auch wenn sich leichte Verbesserungen abzeichnen, ist der Konsum von gesättigten Fettsäuren immer noch zu hoch.

Fettbewusst mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren

Doch kleine Änderungen im Ernährungsverhalten bzw. im Fettaufnahmeverhalten können schon große Wirkung zeigen. Mit einfachen Tipps lässt sich die Aufnahme von gesättigten Fettsäuren, den sogenannten „schlechten„ Fetten, etwas reduzieren, ohne dabei auf die Köstlichkeiten des Faschings verzichten zu müssen:

  • Statt dem traditionell gedeckten Frühstückstisch mit Semmeln empfiehlt sich Vollkornbrot.
  • Aufs Brot kommen am besten Margarine oder Magertopfen als Aufstrich.
  • Dazu passen magerer Schinken und fettreduzierter Käse mit Gemüsegarnituren.
  • Der Fettsäuren-Mix des Frühstücksmüslis lässt sich durch die Beigabe von Nüssen, Leinsamen und fettreduzierten Milchprodukten optimieren.
  • Gesunde Rezepte mit wertvollen Pflanzenölen können einfach im Büro zubereitet werden.
  • Fisch-Filet oder ein knackiger Salat mit Pflanzenöl sind mittlerweile auf nahezu jeder Speisekarte zu finden.
  • Nüsse sind der ideale Snack für zwischendurch. Sie geben Energie und sind optimale Lieferanten essentieller Fettsäuren.
  • Der kleine Hunger am Nachmittag lässt sich am besten mit Knäckebrot mit Margarine und etwas Gemüse wie Karotten– oder Paprika-Sticks stillen.
  • Jedes Obst ist ein gesunder Snack.

Ein Wort zum Thema Margarine

Margarine ist heutzutage nicht mehr nur „Butterersatz“, wie früher als Butter einfach zu teuer war. Margarine stellt mittlerweile einen wertvollen Beitrag zu einer ausgewogenen Ernährung dar. Margarine wird aus Pflanzenölen hergestellt und enthält dadurch einen großen Anteil an lebenswichtigen Fettsäuren in ausgewogenem Verhältnis.

Transfettsäuren: keine Gefahr bei Margarine

Die oft diskutierten Transfettsäuren sind bei modernen Marken-Margarinen allerdings kein Thema mehr: So sind alle Margarinen aus dem Hause Unilever (Rama, LÄTTA, Becel, Becel pro aktiv & Co.) aufgrund veränderter Rezepturen und Produktionsverfahren seit über 10 Jahren „praktisch transfettsäurenfrei„ (d.h. unter 1%) und entsprechen damit bereits lange der zur Diskussion stehenden Verordnung des Gesundheitsministeriums.

Info: www.margarine.at oder www.oege.at

Fettbewusst – Austausch statt Verzicht
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