Fastenbier

Traditionell wird zur Fastenzeit auf einiges verzichtet. Meist natürlich auf Deftiges und Kalorienreiches. Viele verzichten gut und gerne in dieser Zeit auch auf alkoholhaltige Getränke. Doch das Fastenbier war schon in den Klöstern ein wichtiges Nahrungsmittel während des Fastens.

Bier in den Klöstern

„Es ist ein Irrglaube, dass in der Fastenzeit Bier verboten ist“, weiß Mag. Kaufmann-Kerschbaum, Geschäftsführerin des Verbandes der Brauereien Österreichs: „Bier war gerade in den Klöstern ein wichtiges Nahrungsmittel während des Fastens.“ Bis zu fünf Mal durften die Mönche ihren Bierkrug täglich mit Bier füllen. Das war nicht nur köstlich, sondern aufgrund der sonst sehr kargen Nahrung auch sehr wichtig.

Flüssiges Nahrungsmittel

„Bier ist isotonisch und enthält zahlreiche Eiweiße, Vitamine und Spurenelemente. Verantwortungsvoll genossen ist Bier ein wertvolles Nahrungsmittel“, so Kaufmann-Kerschbaum weiter. Sie erklärt auch, dass das Bier, wie alles Flüssige, das Fasten nicht breche.

Vollmundiges Fastenbier

Das spezielle gebraute Fastenbier ist allerdings kein leichtes Bier, sondern ein vollmundiges Bockbier: Schließlich sollte es ursprünglich wichtige Nährstoffe liefern und sättigen. Das Bier ein Dickmacher ist, lässt sich leicht damit entkräften, dass Bier deutlich weniger Kalorien hat als zum Beispiel Milch. Es spricht also nichts gegen Biergenuss in der Fastenzeit – weder die Tradition noch die Ernährung. „Verantwortungsvoller Genuss ist auch in der Fastenzeit keine Sünde. Ein vollmundiges Fastenbier bzw. Bockbier ist ein echtes Highlight in einer sonst etwas ‚mageren‘ Zeit“, so Kaufmann-Kerschbaum abschließend.

OTS/APA – Gourmetpresse
Weitere Infos: Auf Bierland Österreich

Bier in der Fastenzeit – das Highlight
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