Tipps fürs Pilze Sammeln

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Pilze sammeln

Pilze sammeln
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Pilze sammeln

Damit das Sammeln der Pilze nicht zur tödlichen Leidenschaft wird, sollten einige Ratschläge und Tipps beherzigt werden. Hier ein Überblick über die wichtigsten Tipps.

Genießbare oder giftig?

Neben den zum Verzehr geeigneten heimischen Speisepilzen bahnen sich etliche ungenießbare, teils hochgiftige Pilze ihren Weg durch belaubte und bemooste Waldflächen. Selbst mit einem Pilzbestimmungsbuch in der Hand kann es zu gefährlichen Verwechslungen kommen. Dennoch ist ein Bestimmungsbuch eine sinnvolle Anschaffung.

Vorsicht

Anfänger sollten jedoch besonders vorsichtig sein und sich anfangs vielleicht zusammen mit einem erfahrenen Pilzsammler auf die Pilzsuche begeben. Kenner beurteilen Pilze zum einen nach äußeren Merkmalen wie der Hutform, der Stiele und Röhren und der Fleischkonsistenz, zum anderen können sie am Geruch giftige von genießbaren Pilzen unterscheiden.

Einige Pilzarten sehen sich zum Verwechseln ähnlich. Die relevanten Unterschiede zu erkennen, ist für unerfahrene Pilzsammler nicht immer leicht. So gleichen beispielsweise Weiße Knollenblätterpilze, die hochgiftig sind, sehr stark den leckeren Speisechampignons und genießbare Stockschwämmchen sehen den hochgiftigen Häublingen ähnlich. Beim Hallimasch ist es der Japanische Trichterling, der viele Sammler giftig auf die falsche Fährte führt. Selbst die als leicht bestimmbar geltende Pfifferlinge (Eierschwammerl) haben mit dem „Falschen Pfifferling„ einen giftigen Zwilling.

Irrtümer bei der Bestimmung

Neben den verhängnisvollen Verwechslungen genießbarer und ungenießbarer Pilzsorten, gibt es noch weitere Irrtümer, die zu einer Vergiftung führen können. So ist zum Beispiel längst nicht jeder Pilz, den ein Tier unbeschadet anknabbert, für Menschen genießbar. Ebenfalls kein hundertprozentiger Indikator für die Ungenießbarkeit ist die Blaufärbung der Stiele beim Auseinanderschneiden. Nicht jeder Giftpilz verfärbt sein Inneres, sobald Luft und Licht daran kommen. Manche Sorten tarnen sich trügerisch in unschuldigem Weiß und sind dennoch keine Speisepilze!

Symptome einer Pilzvergiftung

Die Symptome einer Pilzvergiftung sind vielschichtig. Erbrechen, Übelkeit und Durchfall sind noch die harmlosesten; schwere Pilzvergiftungen können zum Tod führen. Die Wirkung ungenießbarer Pilze unterscheidet sich je nach Pilzart und reicht von giftig bis tödlich. Zu den tödlich giftigen Pilzen gehört unter anderem der Grüne Knollenblätterpilz. Bereits beim kleinsten Verdacht. Wer beispielsweise eine Fliegenpilzvergiftung erleidet, zu der es häufig aufgrund einer Verwechslung mit dem seltenen, genießbaren Kaiserling kommt, wird bereits eine Viertelstunde, spätestens aber zwei Stunden nach Verzehr Halluzinationen, Übelkeit, starke Bauchschmerzen oder Erbrechen erleiden. Zu den Erste-Hilfe-Maßnahmen gehören eine Magenausspülung und die Verabreichung von Aktivkohle. Meistens tritt die Genesung binnen vierundzwanzig Stunden ein.

Die im Grünen Knollenblätterpilz enthaltenen Toxine greifen die menschlichen Organe – insbesondere den Darm, die Leber und manchmal sogar die Nieren – besonders stark an. Da das Gift dieses Pilzes sogar eine Hepatitis bewirken kann, dient die stationäre Behandlung insbesondere der Aufrechterhaltung der Organfunktionen. Bleibt die Vergiftung ohne Todesfolge, so dauert die Genesung mindestens eine Woche.

Morgengrauen

Die besten Pilze finden sich zum einen, je früher der Tag, zum anderen je feuchter und bemooster der Boden ist. Im Verstecken und Tarnen sind die schmackhaften Walddelikatessen ganz groß. Pilzsammler sollten die Augen gut offenhalten. Manch imposantes Exemplar versteckt sich hinter einer Wurzel oder einem Baumstumpf. Zuweilen schauen Pilze aus wie herbstliche gefärbte Blätter. Es bedarf also eines guten und aufmerksamen Auges. Hilfreich ist zudem ein fundiertes Wissen um die Geselligkeit der Pilze. Wo der giftige Fliegenpilz oder andere Giftpilzsorten leben, ist der Steinpilz meist nicht weit entfernt.

Pilze aufbewahren

Die richtige Sammlung und Aufbewahrung von Pilzen ist zwar keine komplizierte Wissenschaft, dennoch können auch hier Fehler gemacht werden. So sollten Pilze immer vorsichtig an den Stielen abgeschnitten oder aus dem Boden herausgedreht werden. Ob sie giftig sind, ist oft am Fuß zu erkennen. Im Zweifelsfall ist es immer besser, einen nicht eindeutig bestimmbaren Pilz stehen zu lassen.

Da Pilze atmen müssen, gehören sie auf keinen Fall in Tüten. Daher gehört ein offener Korb oder ein Stoffsack unbedingt zur Ausrüstung jedes Pilzsammlers. Überreif sollten Pilze nicht „geerntet„ werden, weil sie in diesem Stadium nicht mehr zum Verzehr geeignet sind. Im Kühlschrank halten sich Pilze maximal drei Tage. Hier sollten sie locker in unverschlossenen Schüsseln gelagert werden.

Warnhinweise beachten

In Wäldern, in denen der Fuchsbandwurm grassiert, sollten unbedingt entsprechende Warnschilder beachtet und von der Pilzsammlung Abstand genommen werden. Der Fuchsbandwurm setzt seine Eier auf Pflanzen und Pilze. Ein Verzehr von mit Fuchsbandwurmeiern befallenen Pilzen kann zu gesundheitlichen Schäden führen! Wichtig ist, dass Sie weiters keinesfalls Pilze verkochen oder verzehren, deren eindeutige Sorte für Sie nicht erkennbar. Lieber einen Fachmann fragen, bevor diese nicht bekannte Pilze verzehrt werden!

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