Am Anfang war die Ernährungssünde

Wiewohl Sünde ein klar definierter Begriff ist, ist doch die Auslegung von Sünde wahrlich dehnbar. Demnach ereilt dem Einen früher und dem Anderen etwas später das schlechte Gewissen. Manche andere haben gar kein Gewissen mehr – pauschaliert gesehen könnte dies auf einen großen Teil der Bevölkerung in unseren Regionen zutreffen. Zeigen doch die Statistiken, dass viel zu viele Europäer viel zu dick sind.

Was auch immer eine Ernährungssünde ist oder wie eine Ernährungssünde zu definieren ist, dass hört und liest man allgegenwärtig. Doch wie schauts mit dem sündhaften Ernährungsverhalten dann in der Praxis aus? Mit einer Sünde allein ist es meist noch gar nicht getan. Denn die erste Ernährungssünde kann zur Gewohnheit werden und den Beginn eines falschen Ernährungsverhalten darstellen.

Ernährungssünde – Schluss damit!

Gesundheit hin oder her, nach einem dicken, fetten Stück Sahnetorte ist einem doch gleich viel wohler! Nicht wahr? Und auf das eine Stück kommt’s doch nicht an, oder? Die Praxis beweisst etwas ganz Anderes. Denn im Normalfall bleibt es nicht bei dem einen leckeren Stück Torte, sondern es wird ein Zweites oder gar im selben Atemzug noch eine zucker-saftig-süsse Limonade! Oder ein Capuccino mit Sahne oben drauf.

Auf Dauer gesehen gehen alle Ernährungssünden auf die Gesundheit. Was schlecht ist oder was Sünde ist, das weiß schon jedes Kind, also auch Sie! Und damit Sie sich dauerhaft gesünder ernähren, sollten Sie mit diesen Ernährungssünden ein für alle mal brechen. Wie das?

Ihr Gewissen – ein Ernährungsinspektor

Einfach aber doch nicht leicht! Besonders wenn Sie zu jenen Personen gehören, deren schlechtes Gewissen erst Alarm schlägt wenn es zu spät ist, also erst dann wenn Sie die fetten Kalorienbomben bereits genossen haben. Denn einmal verzehrt ist das nicht mehr rückgängig zu machen.

Die Lösung des Problems liegt darin, dass Sie Schritt für Schritt Ihr Gewissen zu einem Ernährungsinspektor ausbilden. Dieser Ernährungsinspektor muß soweit trainiert sein, dass er von vornherein erkennt, wann die Stoptafel zum Zug kommen muß. Als Inspektor muß er jede Ernährungssünde im Schlaf kennen und sofort die roten Alarmglocken läuten lassen.

Stellen Sie sich diesen Ernährungsinspektor plastisch vor, das kleine grüne Männchen. Und notfalls denken Sie daran, dass dieser auch in „zivil“ mit „Radarpistole“ unterwegs sein könnte. Also aufgepasst und verscherzen Sie es sich nicht mit ihm, sonst könnte es teuer werden. Teuer natürlich nur für Ihre Gesundheit – und die wollen wir ja alle möglichst lange erhalten!

Also wenn Sie nächsten Sonntag gemütlich vor dem Fernseher auf der Couch platziert sind, dann machen Sie endlich Schluß mit den richtigen Fettbomben, wie Chips, Cola, Schokolade, Pommes und Co. Wenn Sie es gar nicht mehr aushalten, weil Sie vielleicht bisher gewohnt waren in eine Tüte Chips zu greifen, dann essen Sie frisches Obst oder hausgemachte Kartoffelchips. Mehr trinken hilft übrigens auch ganz gut, denn Wasser füllt den Magen.

Gute Tipps um Ernährungssünden zu vermeiden

  • Essen Sie nicht nebenbei!
  • Essen Sie nicht alles auf, nur weil es sich so gehört!
  • Essen Sie nicht doppelte und dreifache Portionen nur weil es so gut ist!
  • Essen Sie nicht wenn Sie frustriert sind!
  • Essen Sie nicht erst wenn Sie vor Hunger sterben!
  • Essen Sie nur wenn Sie Hunger haben!
  • Essen Sie nach Herzenslust gesundes Gemüse frisch zubereitet!
  • Essen Sie mit Spaß und guter Laune!
  • Essen Sie mit Genuß.

Ausnahmen bestätigen die Regel

Dieses Sprichwort trifft auf vieles zu. Im Ernährungsverhalten meist sogar wörtlich. Denn macht man mal eine Ausnahme und isst sich voll mit Ungesundem, kann das schnell zur Regel werden! Und Ausnahmen findet man später immer öfter: die Geburtstagsparty, Ostern, Weihnachten, usw. Und schon bestätigen diese zahlreichen Ausnahmen die Regel!

Also sollten Sie dieses Sprichwort (Ausnahmen bestätigen die Regel) auf keinen Fall in Ihr Ernährungsrepertoire aufnehmen. Das soll jetzt nicht heißen, dass es keine Ausnahmen mehr geben darf, dass würde einem den ganzen Spass des Lebens gehörig verderben. Aber: Die Ausnahmen dürfen nicht zur Regel werden! Achten Sie darauf, dass solchen Ausnahmen selten vorkommen. Und selten bedeutet jetzt nicht täglich oder wöchentlich sondern wirklich nur ausnahmsweise. Ihr Ernährungsinspektor wird dementsprechend tolerant sein, falls eine solche Ausnahme ansteht.

Sündhaft ungesund – Ernährungssünden
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