Heizen Sie Ihrem Körper so richtig ein!

Leiden Sie auch ständig unter kalten Füßen und kalten Zehen? Ernährungsexpertin Sasha Walleczek verrät welche Lebensmittel Energie liefern und Ihren Körper gleichzeitig wärmen. So heizen Sie Ihrem Körper in der kalten Jahreszeit richtig ein.

Ernährungsexpertin Sasha Walleczek informiert

Die kalte Jahreszeit kann sich ganz schön streng auf den Körper schlagen. Denn in dieser Zeit kämpfen wir besonders gegen Erkältungen, grippale Infekte und natürlich gegen die Kälte. Doch gegen kalt und feucht gibts richtig gute Ernährungstipps! Diese werden von der Ernährungsexpertin Sasha Walleczek präsentiert.

Welche Bedeutung haben Gewürze in Bezug auf Energiegewinnung und als Wärmelieferant?

Sasha Walleczek: Aus Gewürzen ziehen wir keine Energie an sich, denn die machen wir aus Fett und Zucker, aber auch Eiweiß spielt da eine große Rolle, aber Gewürze haben einen wesentlichen Beitrag dazu, wie gut oder schlecht wir Dinge verdauen, wie unser Körper damit umgeht und ob sie unseren Körper abkühlen oder eher erhitzen. Jeder hat schon mal gespürt, wie ein scharfes Gericht zu einem regelrechten Schweißausbruch führen kann oder hat vielleicht die kühlende Wirkung eines heißen Pfefferminztees erlebt.

Welche Gewürze sind besondere Einheizer? Und warum bzw. ist ihre Wirkung auf den Körper?

Sasha Walleczek: Zu den wärmenden Gewürzen gehören, v.a. Ingwer, Chili, Zimt, Nelken, Kardamom, Koriander, Lorbeer, Wacholder oder Kümmel – also eigentlich alles Dinge, die in den traditionellen Wintergerichten, wie Wildgerichten, Eintöpfen oder den Weihnachtskeksen vorkommen. Zimt hat den besonderen Vorteil, dass er Gerichte nicht nur süßer schmecken lässt, man braucht also weniger Zucker, sondern vor allem dass er eine sehr positive Wirkung auf unseren Blutzucker hat: er macht unsere Zellen sensibler auf Insulin, was dazu führt, dass unser Blutzuckerspiegel stabiler wird und uns das Abnehmen leichter fällt. Aber Achtung, immer unbedingt ausschließlich Zimt aus Ceylon verwenden, denn der andere Zimt („Cassia“) enthält giftige Stoffe.

Wie wertvoll sind Nüsse im Herbst und Winter?

Sasha Walleczek: Nüsse haben bei uns im Herbst Saison und passen daher gut zur kalten Jahreszeit. Gerade jetzt gibt es frische Maroni, Walnüsse oder Haselnüsse aus österreichischem Anbau. Die Maroni gehören eigentlich zu den stärkehaltigen Kohlenhydraten und müssen bei ihrer Wirkung auf den Körper fast mit Kartoffeln verglichen werden, aber die anderen Nüsse, wie Walnüsse oder Haselnüsse sind nicht nur eine gute Eiweißquelle, sondern enthalten viele wichtige Mineralien und vor allem die wichtigen, essentiellen Fette. Walnüsse stechen da besonders hervor, weil sie das ideale Fettsäureprofil enthalten, nämlich besonders viel Omega 3 im Verhältnis zu Omega 6. Nüsse können nachweislich beim Abnehmen helfen und können auch dabei helfen, Heißhunger zu verhindern. Bei Nüssen und Kernen (wie Kürbiskernen, etc.) gilt: je öfter man sie isst, umso besser ist es für unseren Körper. Eine kleine Handvoll ist eine gute Portionsgröße für eine Zwischenmahlzeit – aber das kann man, nach Lust und Laune, auch gerne mehrmals am Tag essen.

Ein kleiner Tipp: von Dingen, die wir oft sehen, essen wir mehr, das haben Untersuchungen gezeigt. Also: Nüsse auf den Tisch stellen und die Weihnachtskekse und andere Süßigkeiten dafür im Kasten verstecken!

Welche Gerichte sind im Winter ideal zum Kochen?

Sasha Walleczek: Viele Menschen haben im Winter automatisch mehr Lust auf eine warme Suppe oder einen heißen Tee, und das ist gut so, denn Tee und Suppe wärmen uns. Im Gegensatz zu knackigen Salaten oder kühlen Joghurts, womöglich auch noch frisch aus dem Kühlschrank, die unser Körper erst einmal auf „Betriebstemperatur“ von 37 Grad bringen muss. Schmorgerichte, Suppen und Eintöpfe sind im Winter ideal und die wärmenden Gewürze, wie Ingwer, Nelken, Zimt Koriander, Kümmel oder Lorbeer passen hervorragend dazu.

Was ist ihr Lieblingsgericht für den Winter?

Sasha Walleczek: Ich liebe einen richtig scharfen Ingwertee, den ich im Winter fast täglich trinke. Dazu einfach ein wenig geschälten und geriebenen oder in Stück geschnittenen Ingwer in eine Tasse geben und mit heißem Wasser übergießen und einige Minuten ziehen lassen. Dazu gibt es evtl. einen Spritzer Zitronensaft (der aber eigentlich abkühlend wirkt).

Man kann den Ingwertee auch richtig aufkochen, aber dann wird er sehr scharf – das ist Geschmackssache. Außerdem bin ich ein Fan von jeder Art von Curry, in denen viele dieser Gewürze vorkommen, und Zimt! Zimt passt nicht nur in Kekse, sondern ist besonders gut über warmem Porridge oder anderen Getreidebreien. Auch das Müsli schmeckt übrigens im Winter gleich viel besser (und ist leichter verdaulich!), wenn es aufgekocht wurde.

Passende Ernährung für die kalte Jahreszeit
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