Eiweissreich – ja oder nein?

Der menschliche Körper besitzt ein universelles Baumaterial: Eiweiß. Muskeln, Knochen, innere Organe und Gehirnzellen sind aus Proteinen konstruiert und auch in der Nahrung sind reichlich Proteine enthalten. Eiweiße sind aus lebenswichtigen Aminosäuren aufgebaut und sollten dem Körper möglichst in natürlicher Form zugeführt werden.

Doch die Frage, ob zu viel Eiweißzufuhr dem Körper schaden kann, spaltet die Ernährungsberater und Mediziner. Auch auf helpster.de wird die Frage nach der richtigen Dosierung und täglichen Eiweißzufuhr ausführlich behandelt. Nachfolgend finden Sie eine hilfreiche Übersicht zu den Vor- und Nachteilen von Proteinen in der Nahrung.

Vorteile

Eiweißhaltige Nahrung hat ganz klar Vorteile: Zum einen regt Eiweiß den Stoffwechsel an, zum anderen sättigt es gut. Ein weiterer Vorteil im Vergleich zu beispielsweise Kohlenhydraten: Eiweiß jagt den Blutzuckerspiegel nicht hoch, sodass es nicht zu unangenehmen Heißhungerattacken kommt.

Nachteile

Wegen potenzieller gesundheitlicher Auswirkungen wird eiweißreiche Ernährung seit geraumer Zeit auch kritisiert. Manche Low-Carb-Gegner weisen auf eine mögliche Beeinträchtigung der Nierenfunktion hin. Allerdings halten Sportmediziner das Risiko für sehr gering. Bei 1,2, bis 2,0 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht sei keine Funktionsbeeinträchtigung zu erwarten, so ein Sportmediziner aus Hamburg im Interview auf menshealth.de. Da Eiweiß zu Harnstoff abgebaut wird und Harnstoffe über die Niere abgebaut werden, sollte Acht auf die Flüssigkeitszufuhr gegeben werden. Dies kann zum Beispiel über die Farbe des Urins kontrolliert werden. Wenn dieser dunkler als hellgelb ist, sollten 1 bis 2 Gläser Wasser getrunken werden. Eine zu hohe Eiweißzufuhr stellt zudem eine Belastung für den Körper dar, da überflüssiges Protein unter hohem Energieaufwand über die Leber in Glukose umgewandelt wird.

Pflanzlich oder tierisch?

Menschen, die häufig tierisches Eiweiß in Form von Wurstwaren oder Fleisch zu sich nehmen, führen dem Organismus mitunter nicht nur zu viel Eiweiß zu, sondern auch Chemikalien sowie Purine. Das überschüssige Eiweiß wird im Körper innerhalb der Blutgefäße und im Bindegewebe eingelagert. Dies kann zu verschiedenen Krankheiten wie zum Beispiel Arteriosklerose, Bluthochdruck oder gar einem Herzinfarkt führen. Hinzu kommt, dass der menschliche Körper nur 50 Prozent der im Fleisch enthaltenen Substanzen verwerten kann. Bei pflanzlichen Eiweißen sieht das hingegeben schon anders aus. Hier kann bis zu 90 Prozent verwertet werden. Außerdem enthält pflanzliches Eiweiß bis zu 20 verschiedene wertvolle Aminosäuren.

Wieviel Eiweiß ist sinnvoll?

Wie viel Eiweiß sollte man also zu sich nehmen? Im „Normalfall“ gelten 0,8 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht täglicher Proteinzufuhr als ausreichend. Bei Sportlern kann der Bedarf etwas höher ausfallen. Allerdings kann selbst ein höherer Bedarf über pflanzliche Eiweiße gedeckt werden. Eine Möglichkeit ist zum Beispiel Mischobst oder Hülsenfrüchte. Eiweißpräparate wie Shakes und Pulver sind hierfür nicht erforderlich.

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