Folgende Themen haben wir zur 5 Elemente Ernährung aufbereitet:

Beschreibung der Fünf Elemente

Die Fünf Elemente Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser stellen Erscheinungsformen unserer Welt dar und bilden eine Komposition aus verschiedenen und spezifischen Qualitäten. Die Fünf Elemente beeinflussen sich gegenseitig und sind in immerwährendem Wechselspiel verbunden. Alles ist mit allem verbunden, getrennte oder isolierte Betrachtungen bedeuten immer eine Täuschung. Daher wird der Klient bei einer Diagnoseerstellung nach den Prinzipien der TCM immer als Ganzes betrachtet. Ein Symptom stellt ein Indiz dar, aber es wird immer im Zusammenhang mit dem Ganzen ausgewertet. Das System der Fünf Elemente beschreibt auf einfache Weise die unterschiedlichen Zustände, in denen wir uns, wie alle Wesen und Dinge auch, befinden können.

Holz

Das Element Holz beschreibt den Zustand, wenn das Yang zu wachsen beginnt. So wie z.B. im Frühling, wenn alles frisch und grün ist und voller Saft und Kraft. Die Frühlingsstürme und das frische Grün der sprießenden Blätter, das unsere Sinne für den Neuanfang weckt, gehören zum Frühling. Die Organe Leber und Gallenblase, die Emotionen Wut und Zorn und der saure Geschmack sind Entsprechungen dieses Elementes. Auch in unserem Kulturkreis sind manche dieser Zusammenhänge bekannt. So gibt es Redewendungen wie: „Sauer macht lustig!“ (Das bedeutet: der Zorn einer gestauten, angestrengten Leber wird durch Saures gemildert.) „Jemanden ist eine Laus über die Leber gelaufen“ (Der Hinweis, dass die Energie der Leber gestaut ist.)

Feuer

Das Element Feuer beschreibt den Höhepunkt des Yang. So wie im Sommer, wenn alle Blüten sich leuchtend öffnen und die Sonne heiß scheint. Treiben, Wachsen, Licht und Wärme – bei den Elementen Holz und Feuer ist Yang im Spiel. Die Organe Herz und Dünndarm, die Emotion Freude und der bittere Geschmack sind die Entsprechungen des Feuerelementes. Auch hier stellt eine Redewendung die Verbindung zum Element Feuer her: „Was bitter dem Mund, ist dem Herzen gesund!“

Erde

Das Element Erde beschreibt die Mitte, den Zustand ohne Spannung und ohne bestimmte Richtung, wenn alles in Harmonie und Ausgewogenheit ist. Die Erde ist freundlich und auch mal träge, so wie der Spätsommer. Reif, süß und rund. Beim Erdelement sind Yin und Yang im Gleichgewicht. Die Erde hat den Organbezug zu Milz, Bauchspeicheldrüse und Magen. Bestehen Störungen in Form von Durchfall oder Verstopfung, so ist dies meistens auf ein Ungleichgewicht im Erdelement zurückzuführen. Von den Emotionen wird die Fürsorglichkeit der Erde zugeordnet und der süße Geschmack.

Metall

Das Element Metall spiegelt den Zustand des wachsenden Yins, die einkehrende Ruhe, der Rückzug. So wie im Herbst, wenn die Natur beginnt, ihre Säfte zurück in die Wurzeln zu bringen und die Pflanzen an der Oberfläche verwelken. Die Organe des Metalls sind Lunge und Dickdarm. Emotional wird die Trauer und geschmacklich alles Scharfe dem Metall zugeordnet.

Wasser

Das Element Wasser beschreibt den Zustand des höchsten Yins. So wie im Winter. Es ist kalt und das Leben scheint still zu stehen, während sich unter der Oberfläche die Wurzeln und Samen schon auf den Neubeginn vorbereiten. Die Elemente Metall und Wasser sind die Yin Elemente und haben viel mit Ruhe, Zurückgezogenheit, Abgeschiedenheit und Stille zu tun. Das Wasserelement umfasst die Organe Niere und Blase, die Emotion Angst und den salzigen Geschmack. Wenn „Jemanden etwas an die Niere geht“, dann wird die Energie des Wassers stark angegriffen, man fühlt sich ausgepowert. Oder: wenn „man sich vor Angst in die Hosen macht“, zeigt dies die Verbindung zwischen Blase und Emotion.

5 Gründe für 5 Elemente

Vorbeugung und Wohlbefinden

Der Schwerpunkt der Fünf Elemente Ernährung liegt in der Vorbeugung von Krankheiten durch eine gesunde und angepasste Lebensführung. Das bedeutet, dass Nahrung nicht nur die Aufgabe hat uns zu sättigen, sondern auch einen wesentlichen Beitrag für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden liefert. Lebensmittel werden als Mittel zum Leben betrachtet.

Anpassung an individuelle Bedürfnisse

Die Fünf Elemente Ernährung geht auf die individuellen Bedürfnisse eines Einzelnen ein; was benötigt ein Leistungssportler, eine Frau, die gerade ein Baby zur Welt gebracht hat oder ein Mann, der beruflich ständig im Freien unterwegs ist?

Die Fünf Elemente Ernährung kann die Nahrung zum Heilmittel machen. Sie ermöglicht es, sich so zu ernähren, dass der Körper, der Geist (Verstand) und die Seele in jeder Lebenssituation entsprechend geschützt, unterstützt, gestärkt und genährt wird. Die Ernährung muss passen wie ein maßgeschneidertes Kleid!

Wirkungen von Lebensmitteln

Die Fünf Elemente Ernährung arbeitet im Gegensatz zur westlichen Ernährungslehre nicht mit Inhaltsstoffen sondern mit der Wirkung von Lebensmitteln und deren spezifischen Eigenschaften auf den Körper. Diese werden gezielt eingesetzt, um Disharmonien im Körper auszugleichen. Disharmonien können sich in Form von Unwohlsein, Müdigkeit, Schlaflosigkeit und innerer Ruhe zeigen, aber auch in Form von Entzündungen und Schmerzen. Ein echt erfrischender Ansatz – Kalorienzählen gehört damit der Vergangenheit an.

Fünf Gründe für die Fünf Elemente Ernährung

  • Individualität statt Einheitsbrei
  • Geschmack und Genuss stehen an erster Stelle – Essen muss Spaß machen
  • Nachhaltige und eigenverantwortliche Gesunderhaltung
  • Leichte Integration in den Alltag
  • Geistige und körperliche Kraft statt Müdigkeit und das Gefühl ausgelaugt zu sein

Mittel zum Leben – Lebensmittel

Dieser „andere Zugang“ zu Lebensmittel – Mittel zum Leben – eröffnet einen weiten Blick auf die Auswirkungen der Nahrung auf den Körper und damit auf die „Macht der Nahrung“. Wie stark diese ist, hat wohl jeder schon nach einem üppigen Mittagsmahl durch die anschließend auftretende Müdigkeit erfahren. Nahrung kann stärken, aber auch schwächen. Nahrung kann Symptome mildern oder aber auch verstärken. Lebensmittel sind mächtig! Es wird Zeit, dass wir uns dessen bewusst werden und diese Macht für unsere Gesundheit nutzen.

5 Elemente – Ernährung in der Balance

Wurzeln der TCM aus China

Auch wenn die Wurzeln der Fünf Elemente Ernährung in China liegen, ist sie an keine spezielle Küche gebunden. Vielmehr werden das Konzept und die Denkweise der TCM auf heimische Lebensmittel übertragen, indem „unsere“ Nahrungsmittel nach den Richtlinien der TCM klassifiziert werden.

Angepasste Ernährung

Ein Blick in „alte“ Kochbücher zeigt, dass bereits unsere Großmütter um die Wichtigkeit einer angepassten Ernährung wussten. Sie wussten um die Verdauungsfördernde Wirkung von Kümmel und um die stärkende Wirkung einer Hühnersuppe nach einer Geburt. Gefrühstückt wurde Polenta, Grießbrei oder die Suppe vom Vorabend, da damit der Körper auf Touren gebracht werden konnte. So erhielt er die nötige Kraft für den Start in den Tag.
Nichts anderes wird in der Fünf Elemente Ernährung auch angewandt. Nährendes wird verabreicht, wenn der Körper Kraft braucht um zu wachsen oder wenn Muskelkraft gefragt ist. Stärkendes wenn die Genesung im Vordergrund steht und Wärmendes wenn der Winterwind kalt um die Ohren pfeift.

Speiseplan nach TCM

Durch die Betrachtung der Nahrung nach den Fünf Elementen erhalten Sie ein wunderbares Handwerkszeug zur Gestaltung des eigenen Speiseplans. Eigenverantwortlichkeit im Tun und auf seinen Körper hören gehören zum täglichen Ablauf. Fragen wie: Ist mir kalt? Ist mir heiß? Bin ich schwächlich? Bin ich viel müde? Habe ich Heißhunger auf Süß? werden bei der Speiseauswahl ebenso mit berücksichtigt wie die Frage nach dem Hunger. Unter der Verwendung eines sehr alten und empirisch fundierten Wissens über die Natur und die daraus erzeugten Produkte können wertvolle therapeutische Effekte erzielt werden.

Keine Diät

Die Ernährung nach den Fünf Elementen stellt keine Diät dar, sondern einen Weg, eine Lebenseinstellung. Eine Lebenseinstellung die nicht nur auf den Bereich Ernährung sondern auf die ganze Lebensführung wirkt. Die Fünf Elemente Ernährung arbeitet mit Empfehlungen und keinen Verboten. Sie lehrt den eigenverantwortlichen Umgang mit sich selbst.

Die 5 Elemente Ernährung
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