Heißhunger – die grosse „Gefahr“

Heißhunger ist eine oftmals vorhandene Gefahr, dass die Ziele einer Ernährungsumstellung oder einer Diät dauerhaft nicht erreicht werden. Heißhunger ist im Prinzip die plötzliche Lust auf etwas Süßes bzw. etwas „Ungesundes“, welcher man nur mit viel Willenskraft entgegen treten kann. Hier präsentieren wir Tipps gegen Heißhunger.

Was ist Heißhunger?

Die Bezeichnung Heißhunger soll verdeutlichen, dass plötzlich eine große Lust auf bestimmte Nahrungsmittel entsteht. Meistens handelt es sich dann nicht um gesunde Nahrungsmittel wie Salat oder Obst, sondern fast immer um eher ungesunde Lebensmittel. Das sind zum Beispiel Schokolade, Kuchen, Kartoffelchips, eine Bratwurst oder einen Burger.

Im Grunde beschreibt die Bezeichnung Heißhunger jedoch oftmals nicht korrekt die eigentliche Situation. Denn die betroffenen Personen haben vielmehr einen plötzlichen und nahezu unstillbaren Appetit auf eine bestimmte Art von Nahrungsmittel. Ein wirkliches Hungergefühl in dem Sinne ist eher selten vorhanden. Zutreffender könnte man den Heißhunger eher so definieren, als dass es sich dabei um einen sehr starken Drang handelt, Nahrung zu sich zu nehmen. Mitunter kann es sogar zu seelischen und körperlichen Beschwerden kommen, wenn diesem Drang nicht nachgekommen wird. Das können zum Beispiel Schweißausbrüche oder auch ein Zittern sein. In der Medizin werden heutzutage drei Arten von Heißhunger unterschieden, nämlich der körperlich oder der psychisch verursachte Heißhunger sowie eine Mischform (psychosomatisch). Je nachdem, um welche Form des Heißhungers es sich handelt, entsteht dieser auch auf unterschiedliche Art und Weise. Generell tritt der Heißhunger übrigens vermehrt dann auf, wenn man gerade eine Diät oder eine Ernährungsumstellung durchführt. Denn im Zuge dieser Umstellungen wird häufig auf verschiedene Nahrungsmittel verzichtet, die zuvor sehr gerne gegessen wurden.

Wie entsteht Heißhunger?

Nicht selten ist zu hören, dass Heißhunger nur im Gehirn entsteht, also psychisch bedingt ist. Diese Aussage kann jedoch durchaus in die Gruppe der Ernährungsirrtümer bzw. der Ernährungsmythen eingeordnet werden. Denn es gibt durchaus auch reine körperliche Ursachen, die zum Heißhunger führen können. Eine der häufigsten körperlichen Ursachen ist eine akute Unterzuckerung, die vom Körper dann durch das Heißhunger-Gefühl angezeigt wird. Dieser plötzliche Abfall des Zuckerspiegels kann durchaus nicht nur bei an Diabetes erkrankten Personen auftreten. Gerade bei Diäten, bei denen oft besonders auf zuckerhaltige Nahrungsmittel verzichtet wird, kann es zu einer Unterzuckerung kommen. Und da der Körper „weiß“, dass er nun vor allem sehr zuckerhaltige Nahrungsmittel aufnehmen sollte, besteht meistens Heißhunger auf Schokolade oder Kuchen und praktisch nie auf Salat, Brot oder Obst. Darüber hinaus kann als weitere reine körperliche Ursache auch die vermehrte Aufnahme von Einfachzucker und Weißmehlprodukten zur Gefahr von Heißhunger führen. Es gibt zudem den Heißhunger, der meistens bei schwangeren Frauen auftritt, da er hormonell bedingt ist.

Heißhunger kann jedoch nicht nur durch körperliche, sondern auch aufgrund psychischer Ursachen entstehen. Die Hauptfaktoren, die einen psychisch bedingten Heißhunger auslösen können, sind Stress und verschiedene anderweitige negative Gefühle. In vielen Fällen wird der Heißhunger dann regelrecht zur Gewohnheit, sodass die Betroffenen wahre „Fressattacken“ durchleben. Die Wirkung wird zudem dadurch verstärkt, dass ein starkes Sättigungsgefühl zur Ausschüttung von Serotonin führt. Und da Serotonin stimmungsaufhellend wirkt, kann der Heißhunger regelrecht zu einer Sucht werden. Insofern kann auch die Aussage in die Gruppe der Ernährungslügen eingeordnet werden, dass Heißhunger nur in großen Abständen auftritt.

Was kann gegen Heißhunger helfen?

Auf welche Weise Heißhunger-Attacken zu vermeiden sind hängt vor allem davon ab, ob es psychische oder körperliche Ursachen hat. Einfacher ist sicherlich die Bekämpfung bei den körperlichen Ursachen. Denn in diesem Fall muss lediglich darauf geachtet werden, dass eine größere Unterzuckerung des Körpers vermieden wird und auf zu viele Weißmehlprodukte verzichtet wird.

Aber auch gegen die psychischen Ursachen des Heißhungers kann etwas unternommen werden. Im Vordergrund steht hier der Abbau von Stress und möglichen negativen Emotionen, welche den Heißhunger auslösen bzw. verstärken können. Ein weiteres probates Mittel ist es zum Beispiel, wenn man sich die Zähne putzt oder eine Mundspülung nutzt, wenn die nächste Heißhunger-Attacke unmittelbar bevorsteht. Denn durch den frischen Geschmack im Mund wird oftmals die Lust auf Süßes oder Fettiges reduziert.

Weitere Tipps gegen Heißhunger

Hilfreich ist es ebenso, am Morgen ausreichend zu frühstücken. Denn wer am Morgen gar nichts oder nur wenig isst, hat ab dem Nachmittag öfter Heißhunger als Personen, die ordentlich gefrühstückt haben. Da die Heißhunger-Attacken meistens nur fünf Minuten andauern hilft es auch, sich in der Zeit abzulenken. Ferner ist es eine wirksame Methode gegen den Heißhunger, wenn bei einem aufkommenden Appetit- oder Hungergefühl Wasser getrunken wird. Denn auch durch Trinken wird das Hungergefühl etwas reduziert, weil sich der Magen füllt.
Das wohl entscheidende und vorbeugende Mittel gegen Heißhunger ist jedoch, dass nicht komplett auf die Nahrungsmittel verzichtet wird, auf die man dann schließlich Hunger bzw. Appetit hat. Es gibt zum Beispiel keinen Grund, warum nicht ein- oder zweimal in der Woche ein Stück Schokolade gegessen werden dürfte. Und wer sich an diese Regel hält, der hat eine deutlich geringere Gefahr Heißhunger auf beispielsweise Schokolade zu bekommen, als wenn komplett auf diese „Auslösenden“ Nahrungsmittel verzichtet wird.

Das hilft gegen Heisshunger
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