Im Supermarkt

Oft genug stehen Sie vor der Qual der Wahl – nehm‘ ich Dieses oder lieber Jenes aus dem Regal? Doch genau da beginnt Ihre natürliche Ernährung – vor dem Supermarktregal. Denn in diesem Moment ist der alles entscheidende Moment eingetreten. Das was Sie jetzt in Ihren Einkaufswagen legen, dass werden sie früher oder später essen.

Zwar kann man nicht oft genug betonen, dass eine natürliche Ernährung gesünder ist. Doch was hilft es, wenn man das Problem nicht direkt an der Wurzel packt? Natürliche Ernährung beginnt somit beim Einkauf von natürlichen Produkten.

Was brauche ich?

Daran zu denken, wenn Sie schon im Supermarkt stehen, ist zu spät. Der beste Zeitpunkt ist, sich zu Hause zu überlegen, was nachgekauft werden soll. Der gute alte Einkaufszettel hat nicht ausgedient, sondern erlebt neue Höhenflüge. Denn zu Hause können Sie in Ruhe darüber nachdenken, was in Ihren Vorratsschränken zu Ende geht und daran, was die nächsten Tage am Speiseplan steht. Tun Sie das, denn damit werden Sie kaum unüberlegt zugreifen bei Produkten, die vielleicht gar nicht so gesund sind.

Mit dem Einkaufszettel einzukaufen ist auch ökologisch besser, denn es wird heuzutage viel zu viel an Lebensmitteln einfach weggeschmissen, weil diese nicht mehr genießbar sind.

Augen auf beim Einkauf

Mit dem Einkaufszettel on Tour, müssen Sie trotzdem immer noch mit offenen Augen durch die Regale wandern. Denn nicht alles was als gesund, neu und günstig angepriesen wird, entspricht einem gesunden Lebensmittel. In vielen Supermärkten gibt es stellenweise richtige Fallen, an denen kaum jemand ohne zuzugreifen vorbeigeht. Schlagwörter wie frisch, gesund, ballaststoffreich, ohne Zucker, light, fettarm werden dazu missbraucht, dem Konsumenten was vorzugaukeln, um den Weg in den Einkaufswagen zu finden.

Doch halt: natürlich bedeutet unverändert, naturbelassen. Doch was ist naturbelassen an Produkten die mit chemischen Zusatzstoffen, seien es auch Vitamine, versetzt sind? Wollen Sie sich natürlich ernähren, müssen Sie wohl oder übel ein wenig mehr Zeit während des Einkaufs darauf verwenden, die Produkte auf ihren Natürlichkeitsfaktor zu überprüfen. Der logische Hausverstand sollte einem den Weg weisen durch den Produktdschungel. Fruchtjoghurt, Multivitaminsäfte, Fruchschnitten, Milchsnacks, Gemüsecremesuppen-Packerl mit viel Vitaminen, … die Liste ist endlos lang. Die Produkte scheinen wirklich was drauf zu haben! Doch mit natürlich haben diese allesamt nichts zu tun.

Natürliche Produkte erkennt man daran, dass die Liste der Zutaten besonders kurz ist. Denn in einem natürlichen Produkt können nicht viele Zusatzstoffe beinhaltet sein. Lesen Sie daher aufmerksam die Zutatenliste am Etikett. Prinzipiell kann man davon ausgehen, dass die Zutaten in der Reihenfolge der Menge angeführt sind. An erster Stelle steht jene Zutat die mengenmäßig am meisten im Produkt vorkommt. Sind in einem angeblich natürlichen Lebensmittel zig Zusatzstoffe (meist eher noch dazu Unbekannte) drinnen, dann heißt es „meiden“!

Verlockende Bequemlichkeitsprodukte

Vorallem die Convenience-Produkte, also jene Produkte die uns die Kocharbeit erleichtern und verkürzen sollen, sind großteils voll mit unnatürlichen Zusatzstoffen. War es bis vor wenigen Jahrhunderten noch Hauptbestandteil des Lebens sich um die Nahrungsaufnahme zu kümmern, ist diese eigentlich wichtigste Tätigkeit in unserem Leben sehr an den Rand gedrängt worden. Kochen wird nur mehr als lästige Arbeit angesehen. Deshalb haben solche Convenience-Produkte einen regelrechten Boom erlebt und die Industrie ist der Forderung des Konsumenten nachgekommen. Zurück zur Natur heißt damit, natürliche Rohstoffe, Rohzutaten und Grundnahrungsmittel zu kaufen und diese selbst zuzubereiten. Statt Fruchtjoghurt aus dem Becher – Joghurt und frische Früchte selber mischen. Statt Gemüsecremesuppe in Pulverform – Gemüse selber schnippeln, kochen und zubereiten!

Convenvience-Produkte gehören daher nicht in den Einkaufswagen – leider sind das aber jene, die im Regal gerade in Augenhöhe stehen. Bücken oder strecken ist angesagt, denn nur so kriegt man die natürlicheren Produkte.

Mode-Produkte meiden

Bei der Mode sollten Sie wirklich nur aufs Äußere schauen, aber nicht bei Produkten die zum Verzehr gedacht sind. Mode-Lebensmittel sind oftmals überteuert, nicht natürlich, industriell verarbeitet und oft in deren Zusammensetzung nicht eruierbar. Lieber wieder auf althergebrachte Lebensmittel setzen, denn diese sind großteils weniger verarbeitet.

Die Qual der Wahl erleichtern

Gesund oder nicht gesund? Das ist und bleibt natürlich oft ein Rätsel. Erleichtern können Sie sich diese Wahl, wenn Sie immer wieder die selben, bekannten Produkte (bei denen Sie die Natürlichkeit überprüft haben) kaufen. Da wissen Sie schon was sie kaufen und noch dazu, können Sie dann vielleicht noch ein wenig auf Angebot schauen und den Preis des Produktes vergleichen – so könne Sie auch ein wenig sparen.

Natürliche Ernährung beginnt damit unweigerlich beim Einkauf. Ein wenig Hausverstand und ein wenig Produktwissen reicht aus, um so einen Startschuß für eine gesunde Ernährung setzen.

Natürliche Ernährung beginnt beim Einkauf
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