Heimische Lebensmittel im Kampf gegen die Krise
Heimische Lebensmittel im Einkaufskorb
Heimische Lebensmittel © Kelli Dailey - Fotolia
[17.04.2009] Heimische Lebensmittel im Einkaufskorb schaffen tausende Arbeitsplätze. Das Ergebnis einer aktuellen Studie zeigt die Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte, die durch den vermehrten Kauf von heimischen, bäuerlichen Produkten ausgelöst werden. Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise eine willkommene Botschaft, zudem heimische Lebensmittel auch ökologisch wertvoller sind. Die Vielfalt und der Genußfaktor heimischer Lebensmittel soll daher in den Mittelpunkt des Konsumentenverhaltens geführt werden.
Arbeitsplätze und Identifikation mit der Heimat
"Wenn statt importierter Waren 30 Prozent mehr bäuerliche Produkte aus Österreich gekauft werden, steigt das BIP jährlich um rund 3,2 Milliarden Euro an und gleichzeitig werden dadurch 30.000 Arbeitsplätze geschaffen" erklärt der Studienleiter Univ.-Prof. DDr. Friedrich Schneider das Ergebnis.
Und ganz so überraschend sollte dieses Ergebnis für viele Verfechter der heimischen Küche ja nicht sein. Denn gerade die heimischen und saisonal produzierten Produkte, schaffen nicht nur Arbeit im Inland, sondern besonders auch eine Vertrauensbindung der Konsumenten in die eigene Heimat. So aussagelos Erdäpfel aus Ägypten und Knoblauch aus China sind, umso mehr besinnen sich Konsumenten heuzutage wieder auf Identifikation mit dem eigenen Land, durch den Kauf von heimischen Lebensmitteln.
Bäuerliche Produkte mit Mehrwert
Besonders die Landwirtschaftskammer betont immer wieder, dass hierzulande hervorragende, heimische und bäuerliche Produkte produziert werden. Diese haben mehrere entscheidende Vorteile, unter anderem den kurzen Transportweg und die damit verbundene Frische und die Verarbeitung von heimischen und hochwertigen Rohstoffen und einige mehr.
"Als weiterer Nutzen dieses patriotischen Einkaufverhaltens wird das Klima geschont, weil kürzere Transportwege spürbar weniger Emissionen bedeuten", betonte Gerhard Wlodkowski, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich.
Gerade in Zeiten von Fast Food und schneller Küche nebenbei, ist es beim Einkauf besonders empfehlenswert, die Herkunft der gekauften Produkte genau nachzuverfolgen bzw. diese bereits im Handel während dem Einkaufen zu überprüfen. Im Frischgemüse- und Obst-Bereich stammen immer noch viele Produkte aus fernen Ländern, selbst dann, wenn bereits heimische Produkte verfügbar sind. Bewusstes Konsumentenverhalten sollte damit einen nationalen Beitrag zur Erhaltung der bäuerlichen Strukturen und der heimischen Genussprodukte führen. Es muß ja nicht Spargel im Winter aus Thailand sein.
OTS/APA - Gourmetpresse









